Die Austria und das liebe Frühjahr. Das war in der Vergangenheit selten eine wirkliche Liebesbeziehung. Die Statistik zeigte einen häufigen Leistungsabfall in der zweiten Saisonhälfte. Von mageren drei bis 38 Punkten war schon alles dabei.
Bis heute hängt die Saison 20012/13 wie ein Damoklesschwert über den Lustenauern. Damals schien nach einem komfortablen Acht-Punkte-Vorsprung zur Winterpause der Aufstieg nur noch Formsache. Mit nur 16 Zählern in 18 Frühjahrsrunden scheiterte die Austria kläglich, musste sich schließlich hinter Grödig und Altach mit Platz drei zufrieden geben.
Aber auch in anderen Spielzeiten folgte in der zweiten Meisterschaftshälfte der Einbruch. Ein negativer Ausreißer war das Frühjahr 2010, als es unter Trainer Edi Stöhr in 15 Runden ebenfalls nur 14 Punkte gab. In insgesamt elf Frühjahrssaisonen in 22 Jahren Ligazugehörigkeit holte die Austria weniger als 20 Punkte. Besonders schlecht waren dabei die beiden letzten Saisonen, in denen gar nur jeweils 12 Zähler auf der Habenseite standen. Im Vorjahr gab es nur drei Siege und 2020 gar nur zwei. Den absoluten Horrorfrühling erlebte die Austria im Jahr 2000. Damals holten die Lustenauer nur drei Pünktchen und stiegen mit Bomben und Granaten aus der höchsten Liga ab.
Doch um nicht nur das Negative zu sehen. Es gab natürlich auch starke Vorstellungen nach der Winterpause wie zuletzt in den Jahren 2014, 2016 und 2019. Für den absoluten Frühjahrspunkterekord muss man exakt 20 Jahre zurückblättern. Im Frühling 2002 holte Lustenau in 15 Spielen 38 Zähler - der Aufstieg wurde just im letzten Spiel zu Hause mit einem 1:2 gegen Untersiebenbrunn vergeigt.
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