Trotz Regen, Kälte und Wind fanden sich mehr als 60 Nadine-Fans am Samstag um 21 Uhr auf dem örtlichen Schulhof ein, um auf einer Großleinwand den Eurovision Song Contest mitzuverfolgen. Daumen drücken und Stimmung machen, so lautete das Motto an diesem Abend.
Man vergaß, dass es kalt war
Als Nadine gegen 22.30 Uhr die Bühne betrat, blickte Inzing gebannt auf die Leinwand. Ihre Stimme ertönte, Gänsehaut machte sich breit. Die Fans zündeten Sternspritzer an und jubelten ihrem "Star von nebenan" zu. Kurz vergaß man, dass es kalt war, regnete und einem der Wind um die Ohren peitschte.
Wo man nur hin sah, überall fand man die Überzeugung, dass Nadine die Siegestrophäe mit nach Tirol nehmen würde. Die Stimme, so der Tenor der Fans, sei die schönste in ganz Europa. Der Überzeugung wurde leider nicht Genüge getan, es blieb der 18. Platz, trotz des mehr als starken Auftrittes.
Opa: "Sie hat Millionen Zuseher berührt"
Das Ergebnis schmälerte die Freude an Nadines Teilnahme aber nicht. "Ob sie nun gewinnt oder nicht, das tut nichts zur Sache. Nadine hat sich aus eigener Kraft bis zum Song Contest hochgearbeitet, hat mit ihrem Lied Millionen Zuseher berührt und bewegt. Das allein zählt", sagt Nadines Opa Meinrad Beiler. Auch Tirols Landeshauptmann Günther Platter ist stolz auf die junge Tirolerin: "Nadines Auftritt war Weltklasse! Ich bin überzeugt, das ist erst der Anfang einer großen Karriere."
Der Sieg beim Song Contest ist Nebensache, das ist die einhellige Meinung vieler Musikexperten. Nadines Kapital sind ihre Stimme, ihre Persönlichkeit und ihr Talent, Liedtexte zu schreiben. Sie hat den Schlüssel zum Weltruhm, nun muss sie ihn jetzt nur noch richtig drehen.
von Matthias Holzmann, Tiroler Krone
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