Obwohl die Herzogstadt St. Veit an der Glan über mehr als 1400 städtische Wohnungen verfügt, kann die Nachfrage kaum gestillt werden. Aktuell suchen dort sogar knapp 800 Personen ein neues Zuhause. Bei 140 Fällen müsse rasch eine Lösung gefunden werden. Die Stadt erhöht trotz Corona-Krise auch weiter den Mietzins nicht.
„Es gibt laufend Anfragen, aber auch da müssen wir auswählen“, betont Wohnungsreferentin Silvia Radaelli. Wo es akuten Handlungsbedarf gebe, werde rasch geholfen. „Vor allem auch dann, wenn bei Frauen Gewalt im Spiel ist. Die Vorfälle häufen sich.“ Für solche Akutfälle steht immer eine der drei Notfall-Wohnungen zur Verfügung. Diese sind meist sogar durchgehend belegt. „Nicht immer wollen Frauen mit ihren Kindern gleich ins Frauenhaus. Auch ein Wohnungsbrand kann ein Grund dafür sein, dass ein solches Quartier vorübergehend zur Verfügung gestellt wird.“
Bei Notfällen, wie nach einem Brand oder Gewalt in der Familie, versuchen wir, rasch zu handeln. Es gibt Notfallquartiere.
Wohnungsreferentin Silvia Radaelli
Rund 30 Prozent der 800 Wohnanträge beziehen sich auf Veränderungen wie Garten, Balkon oder altersgerechte Unterkünfte. Bei 140 St. Veitern sei die Lage jedoch akut: „Familienzuwachs aber auch Scheidung oder Trennung können Gründe dafür sein.“
Die Sprechstunden der Wohnungsreferentin sind jedenfalls ausgebucht: „Die Dringlichkeit wird immer im persönlichen Gespräch geklärt.“ Mit den 1400 Gemeindewohnungen hat die Bezirksstadt nach Wien sogar den höchsten Wohnungsanteil. Bgm. Martin Kulmer: „Wir haben auch die Mietzinspolitik selbst in der Hand, unsere Angebote sind preisgünstig.“ Die Stadt investiert heuer drei Millionen Euro, um die Bausubstanz der städtischen Wohnungen zu erhalten und zu verbessern.
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