So, 23. September 2018

Prozess in Innsbruck

09.05.2011 09:18

Sex klappte nicht: Pensionist ging mit Messer auf Dirne los

Wilde Szenen haben sich im Februar in der Wohnung eines Pensionisten in Innsbruck abgespielt: Der 73-Jährige holte sich eine Prostituierte, doch als er den Geschlechtsverkehr nicht vollziehen konnte, eskalierte die Situation. Die Polizei stürmte die Wohnung. Vergangene Woche musste er sich vor Gericht verantworten.

Vergangene Woche saßen ein Pensionist mit großen "Erinnerungslücken" und eine verängstigte Prostituierte vor Richter Günther Böhler am Landesgericht in Innsbruck: Er als Angeklagter, sie als Zeugin.

Der Pensionist hatte die Dame für sexuelle Dienste in seine Wohnung "bestellt", doch als der Geschlechtsverkehr nicht vollzogen werden konnte, forderte er sein Geld zurück. Die Frau wollte es ihm nicht geben, schließlich hatte sie ihm ihre Zeit geopfert. Daraufhin soll der Mann mit einem Küchenmesser auf sie losgegangen sein. "Er hat mir auf den Kopf und in den Bauch geschlagen, mich zu Boden gestoßen und mir das Handy entrissen. Außerdem hat er zugesperrt und mich nicht rausgelassen."

Prostituierte wehrte sich mit Pfefferspray
Als die Frau die Gelegenheit sah, lief sie zum Fenster, schrie um Hilfe und versprühte Pfefferspray. Eine Freundin schlug Alarm. Polizisten stürmten die Wohnung durch ein Fenster. Der Angeklagte erklärt: "Alles gelogen" und wirkt verwirrt. Sein Sohn, der im Gerichtssaal zuhört, erklärt dem Richter: "Er ist zuckerkrank und ist zudem in letzter Zeit etwas verrückt. Einmal war er auch schon für eine Woche in der Psychiatrie." Weil sich der Mann davor noch nie etwas zuschulden kommen ließ, will das Gericht nun seine Zurechnungsfähigkeit prüfen. Die Verhandlung wurde vertagt.

Kronen Zeitung

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