Nicht rechtskräftig

20-Jähriger Drogenmix injiziert: 6,5 Jahre Haft

Nur 20 Jahre alt wurde eine Welserin, dann ließ sie sich eine Drogenspritze verabreichen – ihr Todesurteil. Eine Nacht lang kämpfte die junge Frau in der Wohnung ihres Verlobten gegen den Drogentod. Der 34-Jährige, der ihr den Drogenmix injiziert haben soll, wurde zu sechseinhalb Jahren Haft - nicht rechtskräftig – verurteilt.
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Das Drogendrama ereignete sich bereits in der Nacht von 24. auf den 25. November 2020. In einem Hochhaus im Welser Stadtteil Wimpassing rang eine 20-Jährige neben ihrem Verlobten mit dem Tod. Erstickte am Ende an Erbrochenem. Der 26-Jährige holte erst am Folgetag die Rettung. Als die Helfer in der Wohnung des Paares eintrafen, war die junge Frau bereits leblos.

Lebensgefährte nicht auffindbar
Zum Prozess am Mittwoch in Wels erschien der Lebensgefährte des Opfers nicht. Der Türke hat derzeit keine ladungsfähige Adresse und ist zur Fahndung ausgeschrieben. Die Anklage wirft ihm grob fahrlässige Tötung vor.

Auf der Anklagebank saßen daher nur ein 19-Jähriger, der die junge Frau zu ihrem Dealer begleitet und dann in die Wohnung gebracht hatte - er wurde wegen unterlassener Hilfeleistung zu drei Monaten Haft verurteilt - und ein 34-Jähriger, der ihr, laut Anklage, den Drogencocktail injiziert hatte. Er musste sich wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang verantworten: sechseinhalb Jahre Haft lautete das Urteil. Es ist noch nicht rechtskräftig.

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