Schulstreiks für die freiwillige mündliche Matura fanden am Dienstag an verschiedenen Tiroler Schulen statt. Ein „Krone“-Lokalaugenschein zeigte, dass auch hier Corona die Finger im Spiel hatte. Die eingeladenen Entscheidungsträger, Landesrätin Beate Palfrader und Bildungsdirektor Paul Gappmaier, blieben der Diskussionsrunde fern.
Mit der bundesweiten Initiative forderte die „Aktion kritischer Schüler“ eine Aussetzung der mündlichen Matura. Die Anpassungen und Erleichterungen für die Matura 2022 seien nicht ausreichend. Der Schulstreik soll den Schülern mehr Gehör verschaffen und so für gerechte, faire und echte Maturaerleichterungen sorgen.
Dafür haben sich zum Beispiel am Bundesrealgymnasium in der Au in Innsbruck die höheren Schulstufen versammelt.
Deren Schulsprecher Matteo Iori forderte: „Wir stehen ganz klar dafür ein, dass die Maturanten die Wahlmöglichkeit zwischen zwei Optionen haben: die Matura mit einer freiwilligen mündlichen Prüfung oder eine Durchschnittsmatura, bei der die Noten der letzten zwei Schuljahre zusammengezählt werden. Dies soll dann das Abschlusszeugnis bilden.“
Gute Noten für zusätzliche Maturavorbereitung
„Ich denke, wir werden gut auf die Matura vorbereitet, weil wir zusätzliche Stunden dafür an unserer Schule haben. Dadurch ist die Matura schon machbar“, findet Dominic Einwaller von der HAK Wörgl. Schlechte Noten müsse man dem Corona-Management an den Schulen geben. „Ich finde, die Maßnahmen werden nicht wirklich eingehalten.“ Und Tobias Parth von der HTL Telfs fügt hinzu: „Das Corona-Management an den Schulen ist absolut katastrophal. Man verpasst so viel Stoff, weil man in der Früh immer testen muss. Wir Schüler werden am wenigsten gehört, obwohl wir doch am meisten von der Situation betroffen sind.“
Die „Schülerunion“ lehnt dieses Vorgehen strikt ab und setzt stattdessen auf einen „konstruktiven und wertschätzenden Dialog“ mit den Entscheidungsträgern für eine freiwillige mündliche Matura.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.