13.01.2022 20:45 |

Fußball in China

Berger feiert mit Chengdu Aufstiegsparty

Der Salzburger Ex-Bundesliga-Goalie Hans-Peter Berger feierte in China als Tormanntrainer von Chengdu den Aufstieg in die Super League. Nun gibt es für den 40-Jährigen fünf Wochen Heimaturlaub. Ehe bei der Rückreise wieder 21 Tage Quarantäne warten.

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Der Salzburger Ex-Bundesliga-Goalie Hans-Peter Berger hat viel erlebt. Er war als Tormann 1997 schon U16-Vize-Europameister mit Österreich, er stieg mit Ried in die Bundesliga auf, war mit Pasching Cup-Sieger, Legionär in Portugal, ließ seine Karriere in Grödig, beim SAK und in Seekirchen ausklingen. Aber das aktuelle Fußball-Abenteuer ist sicher sein verrücktestes.

Seit Mitte September in China
Seit Mitte September 2021 ist der 40-Jährige Tormanntrainer beim chinesischen Zweitligisten Chengdu. Der dortige Trainer und Ex-Mitspieler bei Ried, der Koreaner Jung Won Seo, hatte ihn hingelotst. Was Berger nach 21 Tagen Quarantäne (!) in einem Pekinger Hotel auch schaffte.

Am Mittwoch wurde das Ex-Ried-Duo belohnt. Im Aufstiegsfinale in Shanghai gegen Dalian gelang nach einem 1:1 im Hinspiel ein 1:0-Sieg – womit der Einzug in die chinesische Super League fixiert wurde.

Fußballverrückte Stadt mit 16 Millionen Einwohnern
„Wir fliegen am Donnerstag zurück nach Chengdu. Dort gibt es drei Tage Party“, erzählte Berger. Die Entscheidungsspiele fanden ohne Publikum statt, die Anspannung war groß. Denn rechnet man die TV-Gelder mit, ging es um 60 Millionen Euro – der Unterschied zwischen erster und zweiter Liga in China.

„Den Verein gibt es erst drei Jahre, er wurde jedes Jahr Meister. Der Aufstieg ist der absolute Wahnsinn“, meinte Berger. Der sich im Gegensatz zu den drei Tormanntrainern vor ihm, die alle entlassen wurden, nun einen Bonus erarbeitet hat.

Akademie um 200 Millionen Euro im Entstehen
„Ich will in China bleiben. Chengdu hat im Fußball extrem viel vor“, weiß Berger über die fußballverrückte 16-Millionen-Metropole. Die eine Fußballakademie um 200 Millionen Euro plant, mit 18 Rasenplätzen, vier Kunstrasenplätzen und zwei Trainingshallen samt 2500 Zimmern. Geld spielt dort offenbar keine Rolle.

Berger kommt jetzt für fünf Wochen nach Hause. Bei der Rückreise nach China warten wieder 21 Tage Quarantäne im Hotel. „Es ist zum Aushalten“, nimmt’s Berger nach dem Aufstieg locker.

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