Vorbereitungen starten

Isolation statt Omikron: So wappnet sich Wien

Omikron ist auf dem Vormarsch, schon 80 Prozent der positiv Getesteten in der Bundeshauptstadt sind mit der besonders ansteckenden Corona-Variante infiziert. Die „Krone“ hat nachgefragt, wie es in Wien weitergehen wird, wenn einmal nichts mehr geht.

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Dass auch in Zeiten von Corona ohne die kritische Infrastruktur nichts mehr laufen würde, ist nach fast zwei Jahren Pandemieerfahrung bereits allgemein bekannt.

Doch wie bereiten sich die lebenswichtigen Organisationen der Stadt auf die nun drohende Omikron-Welle vor? Der städtische Energieversorger Wien Energie greift - wie berichtet - erneut zu einer besonders drastischen Maßnahme. Ab kommenden Freitag werden an vier Standorten wieder 50 Mitarbeiter isoliert und somit von der Außenwelt abgekapselt.

Doch nicht alle fahren derart schwere Geschütze auf. Ein Rundruf der „Krone“ zeigt, dass man Omikron zwar ernst nehme, aber doch auf die bisherigen Präventionskonzepte oder aber fixe Teambildungen setzt. Bei Österreichs größtem Mobilitätsdienstleister, den ÖBB, herrscht in kritischen Bereichen wie in den Betriebsführungszentralen und an den Dienststellen der Triebfahrzeugführer ein besonders hohes Schutzniveau. Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, gilt dort ein grundsätzliches Besuchsverbot, und es werden feste Teams gebildet.

Um schnell reagieren zu können, wird bei den Einsatzkräften der Stadt, wie etwa der Berufsrettung, täglich mehrmals evaluiert.

Zitat Icon

Wir können schnell reagieren und gewährleisten auch bei größeren Ausfällen den Rettungsnotruf!

MA 70, Wiener Berufsrettung

Bei größeren Ausfällen greift ein eigener Stufenplan. Die Rettungsleitstelle ist jedoch gesplittet, um den Betrieb für Rettungsnotrufe auch bei größeren Ausfällen zu gewährleisten. Auch bei der Polizei wird, dort wo es möglich ist, in Teams gearbeitet, die sich nicht begegnen.

Bei der Berufsfeuerwehr durchmischt man die Fahrzeugbesatzungen nicht mit anderen Einsatzeinheiten, um im Ernstfall den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Gut gerüstet sieht sich auch der Lebensmitteleinzelhandel. Interne Krisenstäbe bereiten sich bereits länger auf etwaige Omikron-Szenarien vor. Hamsterkäufe sind also nicht notwendig.

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