31.12.2021 11:00 |

Manager im Porträt

Malermeister verpasst Hartberg frischen Anstrich

Dass Hartbergs Fußballer auch das Jahr 2021 als gestandener Bundesliga-Klub beenden, haben die Oststeirer zu einem großen Teil ihm zu verdanken: Erich Korherr. Die „Steirerkrone“ traf den hemdsärmeligen Manager, der anders als die meisten Sportdirektoren im Fußball-Business ist, zum persönlichen Gespräch.

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Sein Handy bimmelt ständig. Erich Korherr ist dieser Tage ein gefragter Mann. Entweder geht es um seine Malerfirma, die er seit 2015 leitet. Oder ein Fußball-Manager meldet sich. Hartberg sucht ja nach Verstärkungen - da muss Korherr als Sportchef am neuesten Stand sein.

Der 54-Jährige kennt die Fußball-Szene wie seine Westentasche. Er ist aber keiner, der gerne im Rampenlicht steht. Viel lieber arbeitet der hemdsärmelige Sportdirektor im Hintergrund. Und das noch immer ehrenamtlich. Seine Weggefährten schätzen ihn. „Der Erich ist einer mit Handschlagqualität“, so ein Hartberg-Kicker zur „Krone“. Die Spieler mögen ihn. „Ich bin keiner, der nach schlechten Spielen in die Kabine kracht und alle verteufelt. Ich muss aber auch nicht nach einem Sieg alle umarmen. Die Spieler wissen, woran sie bei mir sind“, so Korherr, seit 2012 beim TSV im sportlichen Bereich.

Start um drei in der Früh
Dass Korherr sein (Manager-)Handwerk versteht, bewies der Malermeister früh. Bereits mit 29 Jahren, nachdem er als Oberliga-Kicker seine aktive Karriere beendet hat, wurde Korherr Sektionsleiter in Greinbach. „Das Organisieren hat mir immer getaugt. Das mache ich auch in meiner Firma gerne.“ Ruhephasen gönnt sich der Ruhepol nur selten. Der letzte Urlaub? „Weiß ich gar nicht. Schon länger her“, ist er fast verlegen.

Korherr braucht die Ferne nicht. Er genießt es daheim, im Kreis der Familie. Mit seiner Astrid, mit der er seit 29 Jahren zusammen ist. Oder beim Fischteich, wo er abschaltet, das Handy weglegen darf. „Das Arbeiten macht mir aber nichts“, sagt Korherr, der oft um drei Uhr morgens in die Arbeit fährt. „Wichtig ist am Ende, dass du ein gutes Umfeld hast. Das habe ich zuhause, in meiner Firma und das habe ich beim Fußballverein. Nur so kann vieles gelingen.“ Wie in Hartberg, das nun schon dreieinhalb Jahre in der Bundesliga spielt. „Wenn ich mir für 2022 etwas wünschen darf, dann, dass es so weitergeht“, grinst Korherr und blickt aufs Handy. Es bimmelt.

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