In Österreich dürfen wir uns über sinkende Corona-Zahlen freuen. Am Sonntag wurden 2242 Neuinfizierte gemeldet, vor vier Wochen waren es 14.000. Auch in den Intensivstationen weisen die Belagszahlen nach unten - wenn auch viel schwächer als bei den Infektionen. Gestern wurden 479 mit Corona-Patienten belegte Intensivbetten gezählt, vor vier Wochen waren es 528. Von Entspannung kann da noch nicht wirklich die Rede sein. An Corona gestorben sind innerhalb dieser vier Wochen in Österreich übrigens fast 1500 Menschen. Insgesamt halten wir nun schon bei 13.479 Todesopfern der Pandemie - und dieser Opfer wurde gestern Abend am Wiener Ring eindrucksvoll mit einem Lichtermeer gedacht. Es sollte vor allem auch ein stiller Kontrapunkt zum lauten und oft in Randale ausartenden Protest gegen die Corona-Maßnahmen und die Impfung sein. „Die Tausenden Lichter am Ring können Anfang sein für einen gemeinsamen Neubeginn“, sagte Caritas-Präsident Michael Landau dazu. Sein Wort in Gottes Ohr. Und in viele weitere Ohren!
Lauffeuer. Während Österreich auf lockere Weihnachten mit außer Kraft gesetzten Beschränkungen auch für die Ungeimpften zugeht, kommen aus mehreren Ländern Europas erschreckende Nachrichten. Überall dort, wo die Omikron-Variante schon grassiert, schnellen die Infektionszahlen dramatisch in die Höhe. So breitet sich Omikron in Großbritannien wie ein Lauffeuer aus - über die Gegenmaßnahmen wird auch bei den regierenden Konservativen um Premierminister Johnson heftig gestritten. In den Niederlanden wurde ein harter Lockdown bis Mitte Jänner verfügt, auch Dänemark, gerade noch Musterland in der Pandemie-Bewältigung, fährt große Teile des öffentlichen Lebens zurück. Und auch in Italien werden Verschärfungen diskutiert. Na, da kommt was auf uns zu!
Einen schönen Tag!
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