15.12.2021 14:36 |

Pommers Feierabend

Unser Bildungsminister - zum Haareraufen!

Einen schönen Mittwochabend.

Es zahlt sich momentan aus, ORF zu schauen. Und damit meine ich nicht einmal den Promilleanfall in der Sendung „ZIB Flash“, in der Roman Rafreider in einem Zustand moderiert hat, in dem andere von der Weihnachtsfeier nach Hause kommen. Dahinter steckt, jeder konnte es live sehen, offenbar ein persönliches Drama. Man muss darauf nicht mit Häme reagieren, wie es mir in einer ersten Reaktion leider selbst passiert ist, andererseits kann sich der Gebührenzahler erwarten, dass er am Abend nicht von jemandem begrüßt wird, auf den sogar Charlie Sheen stolz wäre. Gute Besserung an dieser Stelle an Rafreider. Wer auch immer ihn so auf Sendung gehen ließ, müsste sein Büro gleich mit räumen. Sollte ich eines Tages, sagen wir unterzuckert, im Büro auftauchen, werde ich auch nicht vom Chefredakteur auf meinen Sessel gehievt, um diesen Newsletter zu schreiben. Ja, ja, ich weiß, liest sich aber so.

Lustig war es gestern auch bei Armin Wolf in der ZIB 2. Wolfs Haar, ich hoffe, ich trete ihm nicht zu nahe, wird schon etwas schütter, wie man sagt. Die Geheimratsecken ziehen sich zu einem nicht mehr ganz so geheimen Treffen Richtung Hinterhauptbein zurück. Behalten Sie Ihre Frisur im Hinterkopf, kann ich nur raten, jedenfalls saß vor ihm ein Mann, der als Werbetestimonial für die Moser-Methode mehr Geld verdienen würde als in seinem Job als Bildungsminister. Martin Polaschek hat eine unglaubliche Mähne, als hätte jemand Vetter Itt von der Addams Family ein Sichtfenster in den Pelz geschnitten. Aus mir spricht auch der Neid. Beim Kopfhaar bin ich üppig ausgestattet, nur ein Bart will mir nicht wachsen. Für einen dreitägigen brauche ich eine Woche, das Gesichtshaar keimt in zottigen Inseln auf, weit voneinander entfernt wie auf den Malediven, und in der Beschaffenheit Schweineborsten nicht unähnlich. Hätte ich Polascheks Schopf, könnte ich mir die Haar-Enden wie einen Schleier um die Nase knoten und hätte zum ersten Mal in meinem Leben einen Vollbart.

Wie auch immer, jedenfalls sprach Wolf den Bundesminister auf seine Haarpracht an und wurde noch am nächsten Tag, also heute, auf Twitter dafür geprügelt. So könne man mit einem verdienten Rektor nicht umgehen, eine Frau hätte er ja auch nicht nach der Rocklänge befragt usw. Verlangt wurde, dass Wolf eine knallharte und investigative Frage stellt, vielleicht eine, nach der Polaschek noch in der Sendung den Hut, den er unter seiner Frisur trägt, nehmen und zurücktreten müsste. Wann hat das eigentlich begonnen, dass sich viele von uns freiwillig in einen Spaßdauerlockdown begeben haben? Warum muss immer alles so bierernst sein (für das Wort entschuldige ich mich, ich will keine ORF-Mitarbeiter provozieren)? Ein bisschen Spaß darf nicht mehr sein. Vor allem nicht in einem so federleichten Jahr wie 2021. Mich hat die Frage amüsiert, wobei ich eine nachträgliche noch vermisst habe: Wie zur Hölle bekommt man so viele Haare? Sie wissen schon, ich frage für mein Gesicht.

Ich wünsche einen schönen Feierabend, so Sie einen haben.

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