1100 zogen durch Linz

„Mehr Leute in Impfstraßen als bei den Demos“

Am Sonntag gab‘s die nächste Großdemo in Linz gegen die Corona-Maßnahmen, die Polizei zählte rund 1100 Teilnehmer. Es ging alles ohne gröbere Vorfälle ab. Ebenso in Steyr und Schärding. Auch in anderen Städten Österreichs protestierten die Impfgegner und -skeptiker. Doch im Vergleich kamen mehr Leute zum Piks als zum Protest.

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71 Kundgebungen (34 davon am Sonntag, u.a. in Linz, wo gleich drei Demos angemeldet waren ), 845 Anzeigen (771 in Wien, 32 in Linz), neun Festnahmen: So lautet die Bilanz zu den jüngsten Corona-Demos. Allein in Wien waren am Samstag 44.000 Maßnahmen-Gegner, begleitet von 1400 Beamten, unterwegs. Die Veranstaltung war von der FPÖ mitorganisiert worden. Chef Herbert Kickl hatte erneut den Einpeitscher gegeben.

Maskenpflicht missachtet
Der Großteil der Amtshandlungen in Wien betraf Verstöße gegen die Maskenpflicht. Ebenso am Sonntag in Linz, wo 28 Anzeigen wegen fehlender Masken, drei wegen Ordnungsstörungen und eine wegen Anstandsverletzung ausgestellt wurden. Auch in Linz war ein Großaufgebot der Polizei aufgeboten worden. Die Demo löste sich am Ende zu einer Freiluftparty mit DJ-Begleitung auf.

Weniger Teilnehmer
In Oberösterreich hat sich die Anzahl der Besucher von Großdemos in den vergangenen drei Wochen jedes Mal etwa halbiert – am Sonntag wurden noch 1100 gezählt, dagegen hat sich die Zahl der eingesetzten Polizisten stark gesteigert.

„Die Impfstraßen haben in derselben Zeit doppelt so viele Menschen aufgesucht wie die Demos“, versucht Neo-Innenminister Gerhard Karner zu relativieren. An die vielen friedlichen Besorgten unter der Teilnehmerschaft appellierte er, sich nicht von Rechtsradikalen, Hetzern und Narren missbrauchen zu lassen. Die Demos werden trotz aller Appelle nicht so schnell verschwinden. Die geplante Impfpflicht sorgt zusätzlich für Zündstoff, auch in Linz war diese das Hauptthema.

Von
Krone Oberösterreich
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