Guten Morgen

Regeln machen ratlos | “Schaffe, schaffe“

Der (sogenannte) Lockdown ist zwar seit gestern zu Ende, aber jetzt, so gewinnt man den Eindruck, gibt es für jeden Schritt eine eigene Regel. Und Achtung: Wenn Sie eine Landesgrenze überschreiten, dann gilt, so scheint es, gleich wieder ein anderes Paket an Maßnahmen. „Verwirrung schon am ersten Öffnungstag - sind Regeln überhaupt noch kontrollierbar?“, fragten wir via krone.at die Leser und User. Und, es wird niemanden überraschen: Fast alle sagten laut „Nein“! Denn mit den aktuellen Öffnungen erreicht das Chaos einen neuen Höhepunkt. Keines der neun Bundesländer setzt die bundesweite Öffnungsverordnung eins zu eins um. Wenn das die neue Politik der neuen Regierungsspitze sein soll?

„Schaffe, schaffe“. Die Vorwürfe, er habe von Wirtschafts- und Finanzpolitik zu wenig Ahnung versucht der neue Finanzminister Magnus Brunner im Interview mit Conny Bischofberger in der Montags-„Krone“ zu entkräften. Er verweist darauf, dass er all das von der Pike auf gelernt habe, „im Wirtschaftsbund, bei Landeshauptmann Sausgruber, der der Inbegriff eines sparsamen Vorarlberger Finanzpolitikers war“. Von ihm habe er damals schon sehr, sehr viel gelernt, außerdem neben Jus auch noch Betriebswirtschaft studiert. Und über 10 Jahre war der neue Minister und vormalige Staatssekretär Vorstand einer Aktiengesellschaft mit einer Milliarde Umsatz. Was Brunner auch vermitteln möchte: „Vielleicht nützt mir auch die Vorarlberger Tugend des ,Schaffe, schaffe, Hüsle baua´etwas. Wir Vorarlberger haben schon den Ruf, dass wir aufs Geld besonders gut aufpassen.“ Dann hoffen wir, dass er das als Finanzminister auch wirklich tut. Schließlich ist es unser aller Geld, das nun in seinen Händen liegt!

Einen schönen Montag!

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