06.12.2021 08:26 |

3G in Zügen und Bussen

Italien verschärfte erneut seine Corona-Regeln

In unserem Nachbarland Italien sind Montagmitternacht strengere Corona-Restriktionen in Kraft getreten. So gilt dort jetzt erstmals die 2G-Regel für bestimmte Bereiche des öffentlichen Lebens. Demnach dürfen nur noch Geimpfte und Genese zum Beispiel im Innenbereich von Restaurants essen, ins Kino gehen, in Diskotheken feiern oder zu Fußballspielen ins Stadion gehen. Die Regeln sollen zunächst bis zum 15. Jänner gelten, könnten jedoch auch verlängert werden.

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Zu den Neuerungen, die ab sofort gelten, zählt auch die Ausweitung der 3G-Regel auf den öffentlichen Nahverkehr und Hotels. Bisher mussten Reisende zum Beispiel im Bahnfernverkehr und im Flugverkehr nachweislich gegen Covid-19 geimpft, von der Krankheit genesen oder negativ auf das Coronavirus getestet sein.

3G in Zügen, Bussen und U-Bahnen vorgeschrieben
Nun ist dieser Nachweis - in Italien wird er „Green Pass“ (Grüner Pass) genannt - auch für U-Bahnen, Busse und Züge im Nahverkehr vorgeschrieben. Von den Regelungen ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren, da sie noch nicht geimpft werden könnten. Bis dato haben 84 Prozent der italienischen Bevölkerung zumindest eine Impfdosis erhalten.

Der angesehene Virologe Fabrizio Pregliasco bemängelte indes, dass die Impfkampagne für die Auffrischungsimpfung „mit Verspätung“ in Bewegung gekommen sei. Eine vierte Dosis schloss er nicht aus. „Es muss in naher Zukunft bewertet werden, auch und vor allem auf der Grundlage des Verlaufs der Epidemie. Es könnte sein, dass die mögliche vierte Dosis nicht mehr universell, sondern wie die Grippeimpfung gezielt für die schwächsten, älteren und gefährdeten Menschen eingesetzt wird“, so Pregliasco.

Hausarzt fälschte fast 200 Impfzertifikate
Unterdessen laufen Ermittlungen gegen einen am 10. November festgenommenen Hausarzt der norditalienischen Stadt Ravenna auf Hochtouren. Fast 200 Grüne Pässe soll der Arzt erstellt haben, ohne dass seine Patienten geimpft wurden. Dutzende Impfgegner sollen dank des Mediziners gültige Impfzertifikate erhalten haben. Ermittlungen sind im Gange, um festzustellen, wer von diesen Zertifikaten profitiert hat.

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