22.11.2021 12:25 |

„Super Green Pass“

Italien diskutiert einen Schwenk auf die 2G-Regel

Als Reaktion auf die auch in Italien ansteigenden Corona-Fallzahlen diskutiert die Regierung in Rom die Einführung eines „Super Green Pass“ in den besonders stark betroffenen Gebieten. Gemeint ist damit eine 2G-Regelung, die Nicht-Geimpfte in Regionen mit hohen Ansteckungsraten von Lokalen, Skipisten und Fitnesszentren ausschließen würde. Ein Corona-Schnelltest würde dann nicht mehr für den Zutritt gültig sein, berichteten italienische Medien am Montag.

Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz in Italien zunehmend einen Verlauf nimmt, wie jene von Österreich, überlege die Vertreter der 20 italienischen Regionen bereits, welche Verschärfungen zur Eindämmung des Virus notwendig sein werden. „Wir diskutieren, wie wir mit der Epidemie im Fall einer zusätzlichen Verschlechterung umgehen sollen“, erklärte Gesundheits-Staatssekretär Andrea Costa im Vorfeld.

Booster-Impfung ab 40 gestartet
Er richtete einen Appell an die Italiener, sich so rasch wie möglich für den dritten Stich anzumelden. Seit dem heutigen Montag wird allen Italiener ab 40 Jahren eine dritte Dosis angeboten, wenn die Zweitimpfung sechs Monate her ist.

Die Regierung prüft auch eine Impfpflicht zur dritten Dosis für das Gesundheitspersonal. Seit Mai gilt in Italien bereits eine Impfpflicht für Mitarbeiter im Gesundheitswesen und in Seniorenheimen, die bisher zwei Dosen erhalten haben.

Grüner Pass nur noch kürzer gültig
Die Gültigkeit des Grünen Passes soll für geimpfte Personen ab Anfang Dezember von zwölf auf neun Monate verkürzt werden, erwägt die Regierung. Damit sollen die Bürger zur dritten Dosis motiviert werden. Die Regierung denkt auch an eine obligatorische Impfung für bestimmte Berufskategorien, vor allem für diejenigen, die in Kontakt mit der Öffentlichkeit stehen: Polizisten, Angestellte der öffentlichen Verwaltung und Lehrer.

Die Pflicht zum Vorweis des Grünen Passes zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wird dagegen ausgeschlossen. Alle Passagiere zu kontrollieren, wäre problematisch, hieß es aus Regierungskreisen.

Tourismus stark belastet
Die Ungewissheit um die Entwicklung der Pandemie belasten den Tourismus. Zehn Millionen Italiener hätten noch nicht entschieden, ob sie einen Weihnachtsurlaub buchen sollen, wie aus einer Ergebung des Landwirtschaftsverbandes Coldiretti am Montag hervorging. Vor der Pandemie hatten sich 3,8 Millionen Italiener einen Winterurlaub gegönnt.

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