30.11.2021 12:30 |

Deal geplatzt

Facebook muss Giphy wieder verkaufen

Facebook muss die GIF-Plattform Giphy wieder verkaufen. Das ordnete am Dienstag die britische Wettbewerbsbehörde an. Damit würden „Millionen Nutzer sozialer Medien geschützt sowie Wettbewerb und Innovationen in der Online-Werbung gefördert“, erklärte die Competition and Markets Authority. Der Facebook-Mutterkonzern Meta kritisierte die Anordnung: „Wir schauen uns den Beschluss an und prüfen alle Optionen, darunter auch ein Berufungsverfahren“, sagte ein Sprecher.

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Die britischen Kartellhüter waren bereits Mitte August in einem vorläufigen Bericht zu dem Schluss gelangt, dass der Deal den Wettbewerb zwischen Online-Plattformen schwächen würde. Unter anderem sieht die CMA die Gefahr, dass es für Facebooks Konkurrenten schwieriger werden könnte, die animierten Bilder von Giphy einzubinden. Facebook könnte demnach beispielsweise verlangen, dass Giphy-Kunden wie TikTok, Twitter oder Snapchat für den Zugang zu den animierten Bildern mehr Kundendaten teilen müssen, argumentierte die CMA.

Facebook hatte zur Giphy-Übernahme im Februar 2020 angesetzt. Laut Medienberichten legten die US-Amerikaner rund 400 Millionen Dollar auf den Tisch. Zu dieser Zeit war bereits die Debatte voll im Gange, ob Wettbewerbshüter bei früheren Übernahmen durch Facebook und andere Technologie-Riesen hätten restriktiver sein müssen. Als Beispiele werden oft der Kauf von Instagram für eine Milliarde Dollar 2012 und von WhatsApp für 22 Milliarden Dollar im Jahr 2014 genannt.

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