Im Spital entfernt

Ballengabel durch Hand: „Hab‘s gar nicht gespürt“

Oberösterreich
25.11.2021 08:00

„Als ich die Hand nicht wegziehen konnte, dachte ich. Ups, da stimmt was nicht.“ - Im Vöcklabrucker Spital erzählt Hans-Peter K. (32) aus Laakirchen in Oberösterreich entspannt vom schweren Unfall in Pinsdorf. Dort hatte sich die Ballengabel eines Traktors durch seine linke Hand gebohrt, wurde vor Ort abgeflext und erst im Spital entfernt.

„Ich half noch einem Freund beim Umschlichten von Holzplatten, als plötzlich ein paar umfielen und ich so unglücklich stand, dass meine Hand zur Ballengabel gedrückt wurde. Dass sich diese durch die ganze Hand gebohrt hat, hab’ ich gar nicht gespürt“, erinnert sich der 32-Jährige an den Unfall am Mittwochabend. An ein Herausziehen der Gabel vor Ort war nicht zu denken, „das hat dann doch weh getan“, und so kamen Rettung und Feuerwehr zu Hilfe.

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Es wurden zum Glück weder Nerven noch Knochen verletzt, und ich hoffe, dass außer zwei Narben nichts bleibt.

Hans-Peter K. (32) aus Laakirchen

Die Florianijünger mussten die Flex auspacken. „Ich stand sicher schon so um die 20 Minuten in der Position und konnte mich nicht rühren. Hinsetzen ging nicht, dafür war die Hand zu weit oben aufgespießt“, erzählt der Laakirchner. Er bekam Schmerzmittel, und die Zinke und seine Hand wurden gekühlt, damit sich die Reibungshitze, die beim Flexen entstand, nicht im Stahl bis zur Wunde fortsetzte.

Zinke als Erinnerungsstück
Mit der abgeschnittenen Zinke, die etwa drei Zentimeter im Durchmesser hat, wurde der Patient zum Krankenwagen gebracht. „Ab dort habe ich keine Erinnerung mehr. Der Doktor hat mich sediert“, berichtet der 32-Jährige. Im Spital in Vöcklabruck entfernten die Chirurgen den „Pfahl“, der sauber durch die linke Hand gedrungen war, ohne irreversible Schäden zu verursachen.

„Ich bekam das Teil sogar mit ins Zimmer. In drei bis vier Tagen sollte ich dann entlassen werden. Es geht vor allem um die Infektionsgefahr. Bis die Hand wieder ganz funktioniert, wird es aber noch eine Weile dauern“, sieht Hans-Peter K. die Lage gelassen und scherzt: „Zum Glück bin ich Rechtshänder.“

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