24.11.2021 09:12 |

„Netter junger Mann“

Freigesprochener Todesschütze zu Besuch bei Trump

Ex-US-Präsident Donald Trump hatte den Todesschützen von Kenosha schon unmittelbar nach seiner Tat verteidigt und als unschuldig bezeichnet. Nun, nach seinem Freispruch, empfing der Republikaner den 18-jährigen Kyle Rittenhouse in seinem Domizil in Mar-a-Lago. In einem TV-Interview erzählte Trump nun: „Er hat angerufen und gefragt, ob er vorbeikommen könne. Er ist ein Fan.“

„Er ist vor einer Weile gegangen. Er ist wirklich ein netter junger Mann“, meinte der 75-Jährige am Dienstag im Gespräch mit dem Sender Fox News. Zudem kommentierte der Vorgänger von Joe Biden den Strafprozess gegen Rittenhouse mit folgenden Worten: „Das war ein Fehler. Er hätte nicht diesen Prozess durchleiden müssen. Wenn er nicht den Abzug betätigt hätte, wäre er jetzt tot.“

Proteste nach Freispruch
Rittenhouse hatte bei Anti-Rassismus-Protesten in Kenosha (US-Staat Wisconsin) zwei Demonstranten erschossen und einen dritten schwer verletzt. Die Geschworenen sprachen den zum Tatzeitpunkt 17-Jährigen in der Vorwoche von den Vorwürfen des Mordes, des Totschlags, des versuchten Mordes und der Gefährdung anderer frei. In mehreren US-Städten kam es nach dem Freispruch zu Protesten.

Der Prozess war politisch höchst aufgeladen, da er im Zusammenhang mit den „Black Lives Matter“-Protesten vom vergangenen Jahr stand. Rittenhouse gilt in rechten Kreisen als eine Art Galionsfigur. Dort wurde verbreitet, Rittenhouse sei zu den Protesten gefahren, um dort als Sanitäter zu helfen oder Geschäfte vor Plünderungen zu schützen.

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