Angeklagter zum Zeugen

„Wenn wir draußen sind, trinken wir ein Bier“

„Weil er mich verarscht und ausgelacht hat.“ In der Welt des Angeklagten reicht das, um einen Gegner mit der Faust niederzustrecken. Bei einem anderen Vorfall war das Opfer ein Nachbar, der ihm nicht böse ist: „Hatte einen Vollrausch, kann mich nicht erinnern.“
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Den Nachbarn soll der 35-jährige Linzer mit einem Faustschlag ins Gesicht niedergestreckt und ihm einen Fußtritt gegen Kopf und Oberkörper versetzt haben. Das Opfer wird aus der Haft zur Zeugenaussage am Landesgericht Linz vorgeführt und zeigt sich versöhnlich. „An einen Fußtritt kann ich mich nicht erinnern. Ich hatte einen Vollrausch.“ Auf Schmerzensgeld verzichtet er, was den Angeklagten freut: „Wenn wir wieder draußen sind, trinken wir ein Sechsertragerl oder eine Kiste“, ruft er dem Zeugen noch nach, als dieser wieder abgeführt wird.

Tricks aus der Hooligan-Szene
In der Hooliganszene habe er gelernt, dass man beim Zuschlagen die Faust verstärken soll, zum Beispiel mit einem Stein, erklärt der zu allen Anklagepunkten geständige Mann frisch von der Leber weg der Richterin. Er wurde zu 20 Monaten Haft verurteilt.

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