Sogar das FBI kennt seinen Namen. Auch die spanischen Behörden haben in seinem Fall schon ermittelt. Seit Jahren sympathisiert ein 23-jähriger St. Pöltner mit der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS). Bereits 2015 wurde der junge Mann wegen Verbreitung von IS-Propagandamaterial zu einer bedingten Freiheitsstrafe verurteilt. Damals wollte er nach Syrien reisen.
Das wurde anfangs als jugendliche Unbekümmertheit abgetan, doch nun musste er sich wegen des Verbrechens der terroristischen Vereinigung, der kriminellen Organisation, Terrorismusfinanzierung und Verstoßes gegen das Waffengesetz am Landesgericht St. Pölten verantworten.
Mehrere Überweisungen auf IS-Konten getätigt
Ab 2019 war er laut Staatsanwaltschaft für den IS aktiv. Auf einschlägigen Internetforen trat der 23-Jährige Chats bei, sammelte Spenden, um sogenannte Schwestern (in Lagern inhaftierte Frauen von IS-Kämpfern) freizukaufen. Es sei ihm nur um „humanitäre Hilfe“ gegangen, betont der Angeklagte vor dem Richter. Kurzzeitig stand der Lehrling sogar mit einem Kämpfer des HTS – einem extremistisch-islamistischen Bündnis verschiedener Milizen – in Kontakt. Das bei ihm sichergestellte Propagandamaterial hätte ihm allein zu Informationszwecken gedient.
Der St. Pöltner wurde nun rechtskräftig zu zwei Jahren bedingter Freiheitsstrafe verurteilt, samt Teilnahme an einem Deradikalisierungsprogramm.
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