Drei Männer angeklagt

Drogentod einer 20-Jährigen kommt vor Gericht

Der Drogentod einer 20-jährigen Welserin wird ein gerichtliches Nachspiel haben. Sie war im November des Vorjahres in einer Wohnung in Wels-Wimpassing erstickt. Drei Beteiligte (34, 26 und 19 Jahre alt) müssen vor Gericht: Statt ins Spital hatten sie die Frau in die Wohnung gebracht und die Rettung erst geholt, als es zu spät war.

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Körperverletzung und grob fahrlässige Tötung werden dem Trio vorgeworfen. Der 19-Jährige war mit der jungen Frau am 14. November 2020 unterwegs gewesen. Der 34-Jährige soll ihr den Drogencocktail gespritzt – und sie damit auf einen tödlichen Trip geschickt haben. Als es der 20-Jährigen immer schlechter ging, holte man nicht etwa einen Arzt oder lieferte sie ins Krankenhaus ein. Der 19-Jährige fuhr sie mit einem Taxi in die Wohnung ihres türkischen Verlobten in einem Welser Hochhaus.

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Ihr Begleiter hat sie trotz starker Vergiftungserscheinungen mit einem Taxi in die Wohnung gebracht, anstatt sie ins Spital zu bringen. Die junge Frau ist schließlich erstickt.

Sprecherin des Welser Gerichtes

Schaum vor dem Mund
Erst am nächsten Tag holte der 26-jährige Türke Hilfe, da es seiner Freundin immer schlechter ging. Die ganze Nacht über hatte sie starke Vergiftungserscheinungen gezeigt. Angeblich soll er beim Anruf von einem Suizid mit Überdosis gesprochen haben. Beim Eintreffen der Rettung hatte das Opfer Schaum vor dem Mund und war leblos. Jede Hilfe kam zu spät.

Bis zu drei Jahre Haft
Die genauen Hintergründe des Drogen-Dramas soll nun das Gericht klären. Ein erster Prozesstermin musste verschoben werden, ein neuer Termin wird festgesetzt. Bei einer Verurteilung wegen grob fahrlässiger Tötung drohen den Angeklagten bis zu drei Jahre Haft.

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