Mi, 15. August 2018

Drama am Achensee

05.04.2011 15:51

Helikopter-Bergung frühestens am Donnerstag

Frühestens am Donnerstag soll am Achensee im Bezirk Schwaz mit der Bergung der Heli-Wrackteile begonnen werden. Für Günther Raicher, Leiter der Flugunfallkommission, sind auch die Schilderungen von Augenzeugen zur Klärung der Ursache wichtig. Raicher schränkt aber ein: "Es ist zutiefst menschlich, dass es hier oft Widersprüche gibt."

Die Detailplanungen, wie die Wrackteile vom Grund des Achensees geholt werden, sind offenbar komplizierter als gedacht. Mit der Bergung des zerstörten Eurocopters soll frühestens am Donnerstag, im schlechtesten Fall erst Anfang kommender Woche begonnen werden.

"Alle Teile werden anschließend in einer großen Halle in Wien aufgelegt, um sie zu analysieren", schildert Günther Raicher, Leiter der Flugunfallkommission beim Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit).

Wie schwierig dies ist, zeigt ein aktuell zu analysierendes Wrack: "Wir wissen, das es einen technischen Defekt gab, wir können diesen Defekt aber nicht finden."

Zeugenaussagen widersprüchlich
Auch Augenzeugen spielen bei der Klärung der Unfallursache eine große Rolle. Raichers Erfahrung damit: "Es ist ganz natürlich, dass sich der Mensch zum Gesehenen gleich auch eine Erklärung bastelt. Diese Interpretation stimmt manchmal mit dem tatsächlich Erlebten nicht mehr überein." Anders ausgedrückt: Ohne böse Absicht wird die Realität "zurechtgebogen".

Beim Unglück am Achensee gab es Zeugen, die ein Streifen von Baumwipfeln beobachtet haben wollen. Andere Zeugen bemerkten davon aber nichts...

von Andreas Moser, "Tiroler Krone"

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