07.11.2021 10:57 |

Verschärfte Maßnahmen

2G ab Montag: Warten auf „Last-Minute-Verordnung“

Ab Montag gelten deutlich schärfere Corona-Regeln: Wer weder geimpft noch genesen ist, wird von praktisch allen öffentlichen Vergnügungen ausgeschlossen. Die rechtliche Grundlage dafür fehlt allerdings noch - und die Zeit läuft. Im Lauf des Tages werde die zweite Novelle der dritten Covid-19-Maßnahmenverordnung vorliegen, hieß es am Sonntagvormittag aus dem Gesundheitsministerium. Die Verschärfungen waren am Freitagabend von Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) bekannt gegeben worden.

Gemeinsam mit den Landeshauptleuten reagierte die Bundesregierung auf die stark steigenden Infektionszahlen. Demnach gilt ab Montag 2G überall dort, wo bisher 3G gegolten hat, also etwa in der Gastronomie, im Theater, bei Konzerten, Sportveranstaltungen oder beim Friseur.

Wintertourismus komplett auf 2G umgestellt
Grundsätzlich ist die 2G-Grenze für Veranstaltungen ab 25 Personen konzipiert. Aber auch beispielsweise in der Gastronomie oder bei der Nutzung der Hotellerie wird 2G zum Muss. Der Wintertourismus soll so komplett nach diesen Regeln ablaufen. Als geimpft gelten Personen, deren zweite Immunisierung maximal neun Monate zurückliegt. Für Kurzentschlossene gibt es eine Übergangsfrist: Wer sich jetzt impfen lässt, kann mit einem PCR-Test vier Wochen lang auch 2G-Bereiche besuchen. Danach muss allerdings der zweite Stich erfolgen.

3G am Arbeitsplatz bleibt bestehen
Zur Arbeit kann man weiter auch nur getestet gehen. Dabei werden auch die weniger effektiven Antigen-Tests anerkannt, was vor allem auf die mangelnde Verfügbarkeit von PCR-Tests im ländlichen Raum zurückzuführen ist. Bei einem entsprechenden Ausbau könnte zu einem späteren Zeitpunkt ein PCR-Test das Mindestmaß sein. Ernst gemacht wird mit 3G am Arbeitsplatz Mitte des Monats. Offen für Ungeimpfte und noch nicht Erkrankte ist weiter der Handel.

Dort, wo Maske getragen wird, also im Handel, in Bibliotheken und Museen, soll bundesweit FFP2 der Standard sein, wie es in Wien schon seit Wochen der Fall ist. Eine Erleichterung wurde für die Bundesländer beschlossen: Die zuletzt umstrittenen, weil personalintensiven Ausreisekontrollen aus den Bezirken, die in Oberösterreich beinahe flächendeckend galten, fallen.

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