Täter flüchtig

Mädchen (6) aus Freibad gelockt und missbraucht

Ausland
14.08.2025 14:39
Porträt von krone.at
Von krone.at

Albtraum im bekannten Europa-Park! Am Samstagabend ist ein erst sechs Jahre altes Mädchen nach Polizeiangaben aus dem populären deutschen Erlebnisbad Rulantica auf dem Gelände in Rust (Baden-Württemberg) verschwunden, in einen Wald gelockt und sexuell missbraucht worden. 

Erst zwei Stunden später fand ein Zeuge das hilflose Kind fünf Kilometer entfernt vom Schwimmbad. Es hatte sich in der Dunkelheit in Badekleidung und mit Schlapfen alleine durch den Wald gekämpft und war erst in einem Nachbarort entdeckt worden.

Zuvor habe der nun flüchtige Verdächtige das Kind zu sexuellen Handlungen aufgefordert. Nach dem 31-jährigen Rumänen wird international gesucht, er konnte durch Überwachungsvideos des Badbetreibers identifiziert werden.

Mädchen verliert Eltern aus den Augen
Eine Sprecherin des Europa-Parks in Südbaden bestätigte, dass es sich bei dem betroffenen Bad um das zugehörige Rulantica handelt. „Wir sind sehr betroffen“, zeigte sie sich erschüttert. Der Park sei weiterhin im engen Austausch mit den Ermittlungsbehörden.

Nach Angaben der Polizei hatte die Sechsjährige am Samstagabend ihre Eltern im Bad aus den Augen verloren. Der Mann habe dem Mädchen seine Hilfe angeboten und das Kind gegen 20.20 Uhr in einen angrenzenden Wald geführt. Nach der Tat habe er sein Opfer alleine zurückgelassen, teilte die Polizei mit. Währenddessen suchten die Eltern verzweifelt im Bad nach ihrem Kind.

Europapark-Chef Michael Mack erklärte gegenüber der „Bild“: „Unsere Park-Seelsorger waren auch für die Eltern da. Wir haben direkt unsere Kameraufzeichnungen an die Polizei übergeben. Durch dieses Videomaterial konnte letztlich ein Verdächtiger identifiziert werden. Wir sind weiterhin im Austausch mit den Ermittlungsbehörden. Außerhalb des Parks haben wir keine Befugnisse.“

Haftbefehl gegen Tatverdächtigen
Gegen den gesuchten Mann wurde ein Haftbefehl wegen Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines Kindes erlassen. Er soll in der Region wohnen. Nach Polizeiangaben ist der Mann schon in der Vergangenheit mit dem Gesetz in Konflikt geraten – allerdings nicht wegen Sexualdelikten, sondern weil er gestohlen und sich Leistungen erschlichen haben soll.

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