25.10.2021 12:49 |

„Hauwei“ und „Sumsang“

Test zeigt: Das steckt in gefälschten Smartphones

Fantastische Ausstattung zum minimalen Preis - das versprechen Smartphone-Fälscher auf Internetseiten wie Wish oder AliExpress. In der Realität zeigt sich auf technischer Seite das nackte Grauen, wie ein aktueller Test zeigt.

Ein Smartphone mit Zehnkern-Prozessor, 16 Gigabyte RAM und 512 Gigabyte Flash-Speicher für nur 80 Euro? Der Schnäppchenjagdtrieb und die vielen positiven Bewertungen auf Wish.com lassen Zweifel vergessen. „Wer auf der Suche nach einem günstigen Smartphone ist, sollte vor allem bei AliExpress und Wish vorsichtig sein: Hier findet man teilweise mehr dreiste Fälschungen als echte Schnäppchen-Angebote“, weiß Jan-Keno Janssen von der Fachzeitschrift „c‘t“.

Auch bei Amazon und eBay fand diese im Zuge einer Recherche Fälschungen. Dabei handelte es sich aber um Einzelfälle; die Wahrscheinlichkeit, dort zufällig auf gefälschte Smartphones zu stoßen, sei gering, hieß es in einer Mitteilung.

Technisch „kaum noch zu gebrauchen“
Die Technik der Fake-Smartphones war demnach so alt, dass sie „kaum noch zu gebrauchen“ war. „Die gefälschten Geräte sind furchtbar lahm, haben nicht einmal annähernd genug Speicher für die alltägliche Nutzung, unansehnliche Displays, nur 3G-Mobilfunk und unbrauchbare Kameras. Da gibt es nichts schönzureden, das ist Schrott - und aufgrund der veralteten Software auch ein Sicherheitsrisiko“, fasst die Zeitschrift zusammen.

Zudem trugen die meisten Fake-Smartphones auch kein CE-Zeichen- offenbar aus gutem Grund: Mehrere der mitgelieferten USB-Netzteile flogen den „c’t“-Redakteuren beim Überspannungs-Test mit einem Knall um die Ohren. 

Daran erkennen Sie Smartphone-Fälschungen
Die besten Indikatoren für Fakes sind den Experten zufolge die RAM- und Flashspeicher-Größen. Ein Smartphone mit zwölf Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Flashspeicher koste zurzeit mindestens 350 Euro. „Wird ein Gerät mit 16 und 512 GByte für unter 150 Euro angeboten, kann man von einem Fake ausgehen“, erläutert Janssen. An den Produktnamen und -fotos könne man ebenfalls Fakes erkennen, oft seien es ziemlich unrealistisch aussehende Fotomontagen mit extrem dünnen Bildschirmrändern.

Bei Herstellernamen wie „Hauwei“ oder „Sumsang“ sollte man ohnehin sofort das Weite suchen.

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