22.10.2021 17:15 |

Starker Auftritt

Steirische Delegation auf Frankfurter Buchmesse

„Re:connect - Welcome back to Frankfurt“ lautete heuer das Motto der Buchmesse in der deutschen Finanzmetropole, doch viel mehr als ein Signal „Es gibt uns noch!“ war das nicht. Die steirische Präsenz war dank einer von Kulturlandesrat Christopher Drexler angeführten Delegation dennoch stark und wichtig.

Alljährlich lädt das Kulturressort des Landes eine Gruppe von Autoren und Journalisten zum Besuch der Frankfurter Buchmesse: Von Bachmann-Preisträgerin Nava Ebrahimi, die zu zahlreichen Lesungen und Interviews geladen war, über Olga Flor, die auf der Shortlist zum österreichischen Buchpreis zu finden ist, und Sonja Harter, deren jüngster Lyrikband etwas ungünstig zu Beginn der Pandemie erschien, bis hin zu Monique Schwitter, die den „manuskripten“ nicht zuletzt durch ein aktuelles Projekt verbunden ist, reichte dieses Mal die Palette. Dazu waren noch Andrea Stift-Laube (auch als Herausgeberin der „Lichtungen“), ihr „manuskripte“-Pendant Andreas Unterweger, sowie Werner Schandor und Martin G. Wanko mit von der Partie. ORF, Austria Presse Agentur und die „Krone“ begleiteten den Literatur-Ausflug ebenso.

Wie wichtig diese Trips sind, zeigte sich spätestens beim begehrten Österreich-Empfang im Städel-Museum, wo in lockerer Atmosphäre genetzwerkt wurde. Da traf man dann auf Annette Knoch (Droschl), die Autoren Ferdinand Schmalz, Stefan Schmitzer, und viele mehr.

Beliebt ist zudem der Gemeinschaftsstand von WKÖ und Hauptverband des Buchhandels, der zahlreiche heimische Verlage versammelt, nicht nur weil es dort den besten Kaffee gibt, sondern weil man erstaunlich viele Autoren, Verleger und Literaturagenten (nicht nur aus Österreich) auf einem Fleck antrifft. Was allerdings dann doch schade war, dass es heuer relativ wenig Möglichkeiten gab, Autoren-Lesungen zu erleben. Selbst das sonst stark frequentierte Literadio, bei dem die österreichischen Autoren ihre neuen Bücher und Projekte vorstellen können, fand ausschließlich als Radioaufzeichnung ohne Live-Publikum statt. 

Und doch war die Buchmesse heuer nicht mit ihren Vorgängerinnen zu vergleichen. Die Zahl der Aussteller war ebenso drastisch reduziert wie jene des Publikums. Das bedeutete viel Platz, wenig Menschen, aber auch eine bessere Positionierung der österreichischen Verlage, von denen immerhin mehr als 50 vertreten waren. So konnte man etwa am Grazer Droschl Verlag gar nicht vorbei - und das nicht nur, weil einen das geblümte Hemd des Autors Tomer Gardi blendete.

Locker angeordnet waren auch die Stände der internationalen Verlage in der Halle 4, wobei sich Spanien als Gastland 2022 schon einmal in Position brachte. Das diesjährige Gastland Kanada setzte hingegen stark auf virtuelle Auftritte, besonders beeindruckend seine interaktive Präsenation im Forum.

Noch bis zum Sonntag läuft die Frankfurter Buchmesse mit ihren 1500 Ausstellern aus gut 70 Ländern.

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