27.03.2011 16:17 |

Air-Racer angezeigt

Empörung nach Kunstflug-Show von Hannes Arch

In der Luft ist Red-Bull-Air-Racer Hannes Arch nahezu konkurrenzlos, begeistert bei Wettbewerben und Flugvorführungen das Publikum mit seinem Können. Zu ebener Erde hat er jetzt aber wieder mit juristischen Problemen zu kämpfen. Nach einer Show am Königssee hat das Luftfahrtamt Südbayern Anzeige erstattet.
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Pirouetten, Loopings, ein spektakulärer Sturzflug - das Publikum der Bob-WM am Königssee war begeistert von den akrobatischen Gustostückerln, die Red-Bull-Air-Race-Champion Hannes Arch am 26. Februar 2011 auf Einladung des Veranstalters in den Himmel zauberte. Ausnahmen bestätigten aber die Regel. Einige wenige Zuschauer und der Naturschutzbund sahen sich in ihrer Sicherheit gefährdet und vom Fluglärm belästigt. Die Folge: eine Anzeige wegen "Ordnungswidrigkeit", obwohl die Veranstaltung offiziell genehmigt war.

Im Gespräch mit der "Krone" zeigte sich Hannes Arch am Samstag gelassen: "Ich rege mich da nicht sonderlich auf. Die Show war erfolgreich. Der Bürgermeister von München Christian Ude war da. Und der Marketingdirektor des olympischen Komitees für die Winterspiele 2018, Stefan Bruckner. Alle waren begeistert."

"Das ist kein Ego-Trip von mir"
Dass Hannes Arch seinen Job beherrscht, beweisen seine sportlichen Erfolge: 2008 wurde er Red-Bull-Air-Race-Weltmeister, danach zweimal Vizeweltmeister. Und er will dazu beitragen, dass die Olympischen Spiele 2018 nach Bayern kommen: "Ich helfe der Organisation, dem Veranstalter. Wir würden ja auch in Salzburg davon profitieren. Das ist kein Ego-Trip von mir", versicherte er dem "Krone"-Redakteur. Außerdem: "Es gibt halt die großen Interessensgruppen, und ein paar kleine…"

Ein Strafverfahren beim Salzburger Magistrat hat ihm schon einmal ein Manöver bei der Air-Show am 25. Mai 2006 über der Salzach in der Landeshauptstadt eingebracht. Damals ist er mit seiner Spezialmaschine unter dem Mozartsteg durchgeflogen. "Ich habe geglaubt, es wäre erlaubt. Im Endeffekt hat es mich ein paar tausend Euro gekostet", erinnert sich Arch. "Ich hoffe, so was geht jetzt nicht wieder von vorne los."

von Manfred Heininger, Kronen Zeitung

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