Proteste gegen Halle

Überlastung: Anrainer fürchten akute Parkplatz-Not

Die Grenzgasse zwischen Mödling und Maria Enzersdorf platzt östlich der Bahn aus allen Nähten. Dass nun mit einer Sporthalle und einem Bürogebäude noch zwei Frequenzbringer ins angrenzende Betriebsgebiet ziehen, treibt Anrainern die Sorgenfalten ins Gesicht. Sie befürchten eine endgültige Überlastung der Parkplätze.

Geduld und Glück sind zwei wesentliche Faktoren, auf die Anrainer der Grenzgasse bei der Parkplatzsuche hoffen müssen. Denn unmittelbar östlich der Bahnstrecke grenzt das Betriebsgebiet an Dutzende Wohnungen, Parkplätze auf Eigengrund sind aber nicht ausreichend vorhanden. Die Folge: Die Stellplätze auf der Straße sind völlig ausgelastet. „Dass nun weitere zwei Grundstücke verbaut werden, verschlimmert die Situation“, befürchten Anrainer.

Dabei handelt es sich um eine Sporthalle und ein Bürogebäude mit rund 25 beziehungsweise 13 Parkplätzen. „Viel zu wenig, das kann sich nicht ausgehen“, hat man vor allem bei der Sportstätte Bedenken. Bei dieser beklagt man auch, erst durch den Baubeginn vom Vorhaben informiert worden zu sein.

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Wir wollen vor allem der Jugend die Möglichkeit bieten, Fußball zu spielen. Dass dagegen gepoltert wird, ist schon schade.

Der Bauherr der Sporthalle

Der Bauherr, ein Unternehmer aus dem Bezirk Mödling, versucht, den Protesten Wind aus den Segeln zu nehmen. „Es handelt sich um drei Indoor-Fußballplätze, auf denen maximal fünf gegen fünf gespielt wird, sowie einen Tennisplatz. Da wir nicht rechnen, dass jeder Sportler einzeln anreist, werden die Parkplätze ausreichen. Wir haben uns da schon Gedanken gemacht.“

Bauwerber hält sich an die Vorschriften
Das Projekt verteidigt auch Maria Enzersdorfs Vizebürgermeisterin Michaela Haidvogel: „Das ist genehmigt, die Zahl der Parkplätze entspricht den Vorschriften“ Sie ist sich ebenfalls sicher, dass diese auch ausreichen werden. „Aber ich verstehe die Anrainer. Gerade bei Turnieren könnte es in der Grenzgasse eng werden. Aber man kann sich mit der Parkplatzzahl nicht an Ereignissen orientieren, die vielleicht zehnmal im Jahr stattfinden“, so Haidvogel. Dass die Betroffenen nicht vorab über das Sportstätten-Projekt informiert worden sind, sei laut Haidvogel im Genehmigungsverfahren begründet. „Da das Gewerberecht hier nicht relevant ist, wurden nur Anrainer im Umfeld von 14 Metern informiert. Daher hatten die Bewohner von Häusern gegenüber keine Parteienstellung.“

Thomas Werth
Thomas Werth
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