03.10.2021 09:00 |

Geheimplan

Tiroler VP will Landtagswahl im Juni 2022

Aus informierten Kreisen heißt es, die schwarz-grüne Koalition sei bei vielen Themen zu weit voneinander entfernt und uneins. Die Bundespräsidentenwahl blockiert den Herbst als vorgezogenen Wahltermin.

Es knistert derzeit hinter den Mauern des Landhauses in Innsbruck so stark, dass man den Lärm der Skateboarder am Landhausplatz kaum hört. Gewöhnlich sehr gut informierte Kreise berichten, dass etwas in der Luft liege, jede Menge Nervosität zu spüren sei. Es geht um die nächste Landtagswahl, die plangemäß im Frühjahr 2023 stattfinden soll. Aber dieser Termin wackelt angeblich gehörig.

Am kräftigsten daran gerüttelt wird von der Tiroler Volkspartei, die ja 2018 mit 44,26% klar die Nummer eins war und sich nach einigem Hin mit den Roten (17,25%) und ein bisschen Her mit den Blauen (15,53%) dann doch wieder die Grünen (10,67%) mit ins Regierungsboot holten. Diese stellten als Vierte der Wahl wohl die geringsten Ansprüche, waren „billig“ zu haben.

Ehe in der Dauerkrise
Nun sei die schwarz-grüne Ehe, nachdem sie das verflixte siebte Jahr überstanden hat, im achten Jahr in einer Dauerkrise angekommen. Es gehe – bei allem Harmoniebedürfnis, das man LH Günther Platter nachsagt –, nicht mehr. Bei zu vielen Themen scheiden sich mittlerweile nicht nur die Geister, sondern liegen auch die Lösungsansätze weit auseinander. Etwa beim Dauerbrenner Brennertransit, bei der Freizeitwohnsitzthematik, beim Bauland usw. Der Wirtschaftsbund mit Franz Hörl und Christoph Walser an der Spitze hat nie einen Hehl aus seiner Antipathie gegen die Grünen gemacht. Neu ist aber, dass auch der Bauernbund für eine weitere Zukunft mit den Grünen schwarz sieht. Stichwort Wolf und Entnahme, sprich Abschuss, den die Bauern fordern oder eben Schutz, so wie es die Grünen wollen.

Derzeit auf Terminsuche
Platter und seine engsten Vertrauten, dazu zählt auch sein Vize und Bauernbundchef Josef Geisler, sollen derzeit eifrig auf Terminsuche für die Vorverlegung sein. Auf der Hand würde der Herbst 2022 liegen. Aber da ist bereits die Bundespräsidentenwahl anberaumt und da befürchtet man zu starken grünen Rückenwind durch Alexander Van der Bellen. Dem will man ausweichen. Nun wird der Juni 2022 als Termin anvisiert. Es heißt: „Je früher, um so besser, denn mit den Grünen kann es jederzeit zur finalen Scheidung kommen.“

Claus Meinert
Claus Meinert
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