Der in Japan geborene Sohn Taikai war nämlich noch nicht im Pass der Mutter eingetragen. Mithilfe ihres Bruders Talos, eines Bildhauers, der von Wien aus alle Hebel in Bewegung setzte, das Baby vor möglichen Strahlenschäden zu bewahren, gelang es dank des österreichischen Außenministeriums und der Botschaft in Tokio, den Flug in die Heimat zu ermöglichen.
"Normalerweise dauern die Formalitäten zwei Wochen. Wegen des drohenden Super-GAUs wollte ich nicht so lange warten", so die Burgenländerin zur "Krone" bei ihrer Ankunft in Wien. Sie flüchtete ohne Gepäck. Nur ihr Kind und einige Dokumente nahm sie auf den Flug, den sie nach langem Anstellen ergattert hatte, mit. Ihre Mutter (70): "Mir war egal, was der Flug kostet. Ich wollte nur das Enkerl vor den Atomgefahren retten."
von Erich Schönauer und Christian Schulter, Kronen Zeitung
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