Falscher Termin

Gericht suchte vergeblich einen Hypo-Zeugen

Kärnten
11.03.2011 16:41
Wenig Erhellendes ist beim fünften Verhandlungstag im Hypo-Prozess zutage gekommen. Das lag auch daran, dass drei Zeugen nicht erschienen. Zwei waren entschuldigt, den dritten – Ex-Finanzminister Andreas Staribacher – suchte das Gericht vergeblich. Staribacher hatte den Termin für seine Aussage verwechselt.

"Herr Dr. Staribacher?", begrüßte Richter Norbert Jenny bei der Video-Einvernahme eine schemenhaft sichtbare Gestalt. "Nein, ein Techniker. Es ist kein Zeuge da", war die Antwort. Nach etlichen Telefonaten ließ Staribachers Büro wissen, dass er im Ausland sei. Die Einvernahme wurde verschoben.

Staribacher hatte ein Gutachten über die Styrian Spirit erstellt; ebenso Wirtschaftsprüfer Karl-Heinz Moser. Der kam 2005 aufgrund eines "ambitionierten, aber plausiblen Budgets" zu einem grundsätzlich optimistischen Schluss: "Das neue Konzept mit zusätzlichen Strecken und der Stationierung eines Fliegers in Klagenfurt erschien uns plausibel."

Wieso die Hypo den Prüfungsauftrag erteilt hatte, obwohl sich das Land beteiligen wollte, konnte Moser nicht sagen: "Motivforschung, warum ich einen Auftrag erhalte, habe ich noch nie angestellt."

von Waltraud Dengel, Kärntner Krone

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