Guten Morgen

Rot-weiß-rot rettet vor Tod | Unwetter mal fünf

Chaotische Zustände am Flughafen in Kabul, Österreich-Fahnen zur Kontaktaufnahme und ein Ehepaar, das mit Körperkraft über den Sicherheitswall gezogen werden musste: Einen Tag nach seiner Rückkehr aus dem Krisengebiet spricht ein Elitesoldat des Jagdkommandos mit unserem Redakteur Paul Tikal über den schwierigen Einsatz in der gefallenen afghanischen Hauptstadt. Sein Auftrag gemeinsam mit einem zweiten Kameraden: Schutz eines österreichischen  Diplomaten, der das Krisenteam vor Ort leitete und Kontakt mit Menschen aus Österreich hielt, die ausgeflogen werden mussten. Die Schilderungen des erfahrenen Soldaten sind eindrucksvoll: „Überall Transportflugzeuge, Fahrzeuge, Müllberge, Truppen aus zahlreichen Ländern. Dazwischen Menschentrauben von Zivilisten, die darauf warteten, in die ihnen zugewiesenen Flugzeuge zu steigen. Am Nordtor gab es vier Checkpoints: Der erste wurde von den Taliban betrieben, der zweite von US-Soldaten, der dritte von internationalen Truppen, und am vierten standen Diplomaten, die die Papiere überprüften.“ Diese Tore wurden zum Treffpunkt mit Menschen, die das Land verlassen wollten: „Per Telefon haben wir ihnen gesagt, wann sie bei welchem Tor sein sollen. Dort haben wir uns mit rot-weiß-roten Fahnen erkennbar gemacht - und sie sich auch. Manche hatten auch groß ausgedruckte Zettel mit, die man per Feldstecher aus der Ferne lesen konnte.“ Für das österreichische Einsatzteam eine Gratwanderung: Wie sehr mache ich mich mit Fahnen und Rufen selbst bemerkbar, und wie sehr werde ich dadurch zum Ziel für Anschläge? Eine gute Frage und eine ebenso gute wie beklemmende Geschichte heute dazu auf krone.at und im Blatt. 

Unwetter mal fünf. Wer kann es noch lesen oder hören, aber der nächste weltweit veröffentlichte Klimareport ist einmal mehr real: In den vergangenen 50 Jahren ist die Zahl extremer Wetterphänomene wie Stürme, Dürren, Überschwemmungen und Brände um das Fünffache angestiegen. Und der Trend nach oben hält an. Schuld daran ist der Klimawandel. In den Siebzigerjahren ereigneten sich weltweit im Schnitt 711 Wetterkatastrophen pro Jahr, von 2000 bis 2009 stieg diese Zahl auf 3536. Seit 2010 ging die durchschnittliche Zahl der jährlichen Katastrophen etwas zurück und lag bei 3165. Insgesamt wurden von 1970 bis 2019 rund 11.000 solcher Katastrophen gemeldet, die für den Report untersucht wurden. Dabei zeigte sich: Heute kommen weniger Menschen bei Unwettern um als damals. Die finanziellen Schäden durch Ereignisse wie Hitzewellen oder Überschwemmungen beliefen sich in der Zeit von 1970 bis 2019 auf 3,64 Billionen Dollar. Da soll noch einer sagen, Klimaschutz darf nichts kosten … 

Einen guten Tag! 

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