Dass der Drogenverkauf "eine Zeit lang wohl ihr Beruf war", wie Richter Andreas Fleckl formulierte, konnten die beiden zierlichen Angeklagten (25, 19) am Montag nicht leugnen. Sie gaben auch alles zu.
Ein zweiter Vorwurf brachte die 25-Jährige vor das Gericht: In einer Zeitung war ein Bericht über den Sozialmarkt erschienen und darin kam die 25-Jährige vor – als krebskranke, alleinerziehende Mutter, der niemand helfe. Daraufhin gingen 1.000 Euro von einem Spender ein, die auch der Frau zukamen.
Doch die Angeklagte konnte erklären, dass sie die "Krebsgeschichte" nicht erfunden hatte, um Spenden zu lukrieren, sondern um ihre – durch Drogen – schlimme Gesundheit zu erklären. "Ich erzählte das allen, auch meiner Familie!" Die Urteile: zwei Jahre und ein Jahr Haft, die weitere Therapie wird aber ermöglicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Kronen Zeitung
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