Erschütternde TV-Doku

Selma Blair: „Sollte Pläne für meinen Tod machen“

Adabei
13.08.2021 12:32

Die US-amerikanische Schauspielerin Selma Blair, die 2018 die Diagnose Multiple Sklerose bekam, ließ sich bei ihrem Kampf gegen die Krankheit von Kameras begleiten. Eine erschütternde TV-Doku, für die man die Schauspielerin bewundern muss, ist dabei herausgekommen. 

Der erste Trailer der Dicovery+-Dokumentation „Introducing Selma Blair“ enthüllt bestürzende Szenen, die Blair leidend und mit starken Schmerzen im Krankenhaus zeigen, mit allerletzter Kraft der Krankheit die Stirn bietend. 

„Filmen Ende meines Lebens“
Dabei sind jene Szenen, in denen sie am Stock geht oder sich eine Treppe hochquält und ihre Bewegungsstörungen deutlich werden, noch die harmloseren. Mit brutaler Ehrlichkeit zeigt die Schauspielerin die grauenvollen Folgen der Krankheit und besonders der Behandlungen, über die sie sich eigentlich nicht beklagen wollte. 

„Wir filmen gerade das Ende meines Lebens“, sagt sie an einer Stelle des Trailers. „Sie haben mir gesagt, ich solle Pläne für meinen Tod machen. Nicht, weil ich MS habe, sondern weil ich gegen die MS kämpfe“, an anderer. „Ich hatte versprochen, über die Prozedur nicht zu urteilen, aber ich urteile darüber“, sagt sie auch. 

„Kann nicht atmen“
Der Star hat sich Chemotherapien und einer Stammzellentherapie unterzogen. Blair berichtet in der Doku davon, dass sie einmal sogar zu wenig Luft hatte, um nur zu sagen, dass sie „nicht atmen“ könne.

Sie fühle sich, als wäre sie in dem Tom-Hanks-Film „Cast Away“ gestrandet auf einer Insel. Sie habe mit den Therapien eine zweite Chance bekommen. Ob es gut ausgeht? Das fragt sie sich selbst: „Wird es Wirklichkeit für mich?“

Selma Blair in einem Ausschnitt der Doku „Introducing Selma Blair“ (Bild: www.youtube.com/Discovery +)
Selma Blair in einem Ausschnitt der Doku „Introducing Selma Blair“

Auch Applegate betroffen
Multiple Sklerose (MS) ist eine Erkrankung des Nervensystems, bei der Entzündungen im Rückenmark und Gehirn auftreten. Der Verlauf ist höchst unterschiedlich und nicht vorhersehbar. Die Entzündungen können abheilen, die Situation des Patienten kann sich über Jahre aber auch verschlechtern. Therapien zielen darauf ab, den Entzündungsprozess zu reduzieren und vorzubeugen.

Selma Blairs Schauspielkollegin aus dem Film „Super süß und super sexy“ (2002), Christina Applegate, leidet ebenfalls an Multipler Sklerose. Bei ihr ist die Diagnose aber noch ganz frisch.

Auf Twitter schrieb die 49-jährige Emmy-Preisträgerin am  Montagabend an ihre 1,4 Millionen Follower: „Hallo Freunde. Vor ein paar Monaten wurde bei mir MS diagnostiziert.“ 

Es sei ein „harter Weg“, sie werde aber von anderen Erkrankten unterstützt. Einen zweiten Tweet beendete Applegate mit den Worten: „Deshalb bitte ich jetzt um Privatsphäre. Während ich diese Sache durchmache. Danke.“

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(Bild: kmm)



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