„Wir zeigen unsere 55 schönsten Keramikgefäße her, darunter sehr alte Stücke“, sagt K-Hof Direktor Johannes Weidinger stolz. Die Ältesten stammen gar aus dem 17. Jahrhundert. „Nur begüterte Bürger, Salzfertiger und hohe kaiserliche Beamte konnten sich diesen gehobeneren Lifestyle, die die Gmundner Keramik damals darstellte, leisten“, erzählt Weidinger. Die Betuchten haben im Spätbarock durch ihre Kaufkraft maßgeblich zum reichen Keramikschaffen der Gmundner Hafner beigetragen.
Modernes, wildes Dekor
Die ältesten Exponate verblüffen durch ihr geradezu modernes, wildes Dekor. Weil Weidlinge hochgeschätzt wurden, „reparierte“ man diese Schüsseln sogar notdürftig mit Draht, wenn Sprünge auftauchten. Das „Grüngeflammte“, das ohne Unterbrechung seit 1625 produziert wird, ist heute ein weltweiter Exportschlager. Auch in zahlreichen Fernsehserien und Kinofilmen kommt häufig ein mit diesem Geschirr gedeckter Tisch ins Bild.
Leihgaben erwünscht
Im April dieses Jahres wurde das Design und die Flamm-Technik, das Aufbringen der Glasur mit dem sogenannten Flamm-Horn, von der UNESCO in die Liste der immateriellen Kulturgüter aufgenommen – wir berichteten. Übrigens hört ein Museum nie auf, zu sammeln: „Wir freuen uns über jede Spende zur Ergänzung der hauseigenen Keramiksammlung“, so Weidinger. Auch langfristige Leihgaben sind erwünscht.
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