06.06.2021 06:00 |

„Krone“-Gastkommentar

Papiergeld oder Bitcoin?

Es ist ein Comeback, auf das wir uns alle nicht gefreut haben: Die Inflation ist wieder da. In den USA stieg der Verbraucherpreisindex im April um 4,2 Prozent, in Deutschland und Österreich um über 2 Prozent. Das ist da wie dort nur die Notenbank: Da, im Euro-Raum, bläst die EZB die Geldmenge seit November 2019 um zusätzliche 7000 Milliarden auf; dort, in den USA, lässt Präsident Biden 6000 Milliarden frische Dollar drucken; bereits im Pandemie-Jahr 2020 haben die USA gut 3000 Milliarden frisch gepresst. Nur eine Frage der Zeit, bis Papierwährungen verfallen. De facto ein guter Zeitpunkt, um sich näher mit harten Assets wie Gold, Silber und auch Kryptowährungen zu beschäftigen.

Der Bitcoin-Hype ist seit 15. April einer regelrechten Panik gewichen, zumindest medial. Grund dafür ist ein Kursrutsch von 64.000 auf 30.000 Dollar. Ich meine: Wenn der Bitcoin-Kurs sich innerhalb eines Jahres mehr als verzehnfacht, dann ist eine 50-Prozent-Korrektur kaum der Rede wert. Das Potenzial ist weiter hoch: Bitcoin ist als Digitalwährung von anderen Veranlagungen völlig unabhängig. Die Transaktionen, die auf der Blockchain unwiderruflich gespeichert werden, können nicht mehr verändert werden. Und: Während Dollar- und Euro-Noten unendlich nachgedruckt werden, ist die Kryptowährung auf 21 Millionen Bitcoins limitiert.

Das ist - siehe Inflation - de facto der größte Unterschied zwischen altem und neuem Geld.

Christian Baha, Kronen Zeitung (Gastkommentar)

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