Kein Futter für Tiere

So ein Mai-Regen bringt nicht nur Segen. . .

Steiermark
29.05.2021 07:45

Regen, Regen, immer wieder Regen: Was für viele Steirer, die sich nach einem warmen Frühjahr sehnen, Ärgernis ist, wird für zahlreiche heimische Landwirte zum echten Problem. Der erste Grünschnitt - und damit wichtiges Futter - kann vielerorts nicht eingebracht werden, der Almauftrieb verzögert sich regional.

Rund ums Salzkammergut kam es von oben besonders heftig: Mit 203 Liter pro Quadratmeter regnete es laut Ubimet im Mai fast doppelt so viel wie sonst im Schnitt (im Nordosten kurioserweise liegt die Menge noch immer darunter).

Für die Landwirte heißt das: Viele Grünlandbauern sind schon in echter Sorge, weil sie mit den Traktoren nicht auf die weichen Wiesen fahren und das Gras mähen können - und falls doch, es nicht zu Heu trocknen kann. Der erste wichtige Schnitt wird sich damit laut Landwirtschaftskammer um bis zu drei Wochen verzögern.

Ein weiterer Nachteil: Je länger das Gras steht, desto weniger Eiweiß ist drin; das könnte auch heißen, dass die Kühe später weniger Milch geben.

Und auch der Almauftrieb verzögert sich regional: 43.000 Rinder, 1000 Pferde, 6000 Schafe werden jährlich hinaufgetrieben, das machen viele Bauern nun witterungsbedingt später. Auf dem Gaberl etwa mussten schon Kühe und Kälber, die statt auf satter Wiese plötzlich in zehn Zentimeter Schnee standen, mit Heu notversorgt werden.

Aber auch die Erdbeeren, die jetzt Saison haben, dürsten nach Sonne, um ihren Geschmack zu entfalten.

Kein Schatten ohne Licht: Der Wald atmet auf und die Wasserspeicher füllen sich.

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