23.05.2021 15:25 |

Gegenmaßnahmen gesetzt

Corona-Krise wird zur Gesundheitskrise für Frauen

Die Corona-Krise hat schwerwiegende Auswirkungen auf das Wohlbefinden vieler Frauen. Im Burgenland wird nun direkte Hilfe angeboten.

Unumstritten ist mittlerweile, dass Frauen die Auswirkungen der Krise deutlich stärker zu spüren bekommen. Die Mehrfachbelastung durch verschärfte Arbeitsbedingungen in Kombination mit Homeoffice und -schooling sowie der Organisation von Haushalt und etwa die gleichzeitige Pflege Angehöriger zu Hause ist mittlerweile für unzählige Frauen einfach zu viel.

„Frauen, die viel unbezahlt arbeiten, sehen einer finanziell unsicheren Zukunft entgegen und sind stärker von Armut betroffen. Diesbezügliche Sorgen schlagen sich rasch auf die Gesundheit nieder“, erklärt Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf.

Mehrfachbelastung hat schwere Folgen
Deshalb wird nun vom Land gemeinsam mit „Feminina“ ein Schwerpunkt auf Frauengesundheit gelegt. Im zweiten Pandemiejahr wird insbesondere das Thema der psychischen Gesundheit kommuniziert.

„In unseren Informationsstellen häufen sich Anfragen zu Schlafstörungen, depressiven Verstimmungen oder schlichtweg Überforderung. Daher wollen wir auf die psychische Situation von Frauen durch die Mehrfachbelastungen aufmerksam machen, Betroffene informieren und in weiterer Folge helfen“, so Feminina-Koordinatorin Cornelia Deubler.

Zitat Icon

Mit Feminina geben wir Frauengesundheit im Burgenland ein Gesicht.

Astrid Eisenkopf, Landeshauptmann-Stellvertreterin und Frauenlandesrätin

Mit verschiedenen Maßnahmen wird versucht Frauen direkt zu erreichen und über Hilfsangebote aufzuklären. Unter anderem werden auch Workshops zu den verschiedenen Themen angeboten.

Wichtig sei aber auch, trotz Pandemie nicht auf wichtige Vorsorgeuntersuchungen zu vergessen. „Denn Krankheiten, wie Krebs, machen in der Pandemie keine Pause. Der Zeitpunkt einer Diagnose ist entscheidend für den weiteren Krankheitsverlauf“, mahnen Eisenkopf und  Irmgard Luisser von der Krebshilfe Burgenland.

Häusliche Gewalt nimmt zu
Eine weitere Folge der stets wiederkehrenden Lockdowns ist mittlerweile ebenfalls bemerkbar. Die Fälle häuslicher Gewalt steigen dramatisch an. Auch hier appelliert Eisenkopf, sich im Ernstfall entweder direkt beim Frauenhaus Burgenland oder den Frauenberatungsstellen in den Bezirken Hilfe zu suchen.

Carina Lampeter
Carina Lampeter
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