19.05.2021 18:32 |

Wir haben Gusto!

Das erste Gastro-Schnitzel nach 197 Tagen!

Die Schanigärten luden ob des Regens nicht zum Verweilen ein - aber die Sonne trugen die steirischen Gourmets im Herzen! Das Ende des Lockdowns wurde heute freudig begrüßt.

Die ersten „Rückkehrer“ ins „Freiblick“ hoch oben auf dem Kastner staunten nicht schlecht, als sie hinauffuhren - und am Ende der Rolltreppe von Chef Michi Schunko und seinem Team begeistert eingeklatscht wurden! Da floss vermutlich sogar so manch verstohlenes Tränchen, „wir waren alle sehr gerührt und haben uns nach 197 Tagen im Lockdown echt schon so auf diesen Augenblick gefreut“, gibt der Gastro-Profi zu. Der sich bis Ende der Woche schon über „volles Haus“ freuen kann!

Nicht „mit Pauken und Trompeten“, aber doch, wie Spartenobmann Klaus Friedl vermeldete, mit „sichtlicher Freude“ startete die steirische Gastro heute in die Ära nach dem monatelangen Lockdown. Manchmal etwas schleppend - mancherorts gleich mit Vollgas. Wobei der Branchensprecher und viele Wirte sich einig sind: „Wir tragen jede Maßnahme mit. Aber echt jetzt: Zwei Meter Abstand, wenn die Kunden eh schon getestet oder genesen oder geimpft sind, das kann niemand nachvollziehen. An solchen Schrauben muss man noch drehen.“

Vier herrliche Gänge und das schon um 5 Uhr früh - so läutete Johann Schmuck vom weststeirischen Gourmetrestaurant „Broadmoar“ als einer der Allerersten das Ende des Lockdowns ein! Tolle Idee, die bei seinen Gästen auch sehr gut ankam. Außergewöhnliche Anlässe rufen ja geradezu nach außergewöhnlichen Ideen.

Feiern wie die Italiener - das können die Mitarbeiter der „L’Osteria“ im Herzen von Graz natürlich. Schon ab dem späten Vormittag mixte sich beste Laune mit Italo-Rhythmen, die Besucher, die wohl noch auf Ferien am Meer verzichten müssen, waren entzückt.

Auf erste Schritte in Richtung Normalität wartet man in der Hotelszene noch vergeblich. „Wir haben uns vor allem vom Wochenende viel mehr an Buchungen erhofft“, sagt der Grazer Tourismusboss Dieter Hardt-Stremayr. Sonst machen im Mai und Juni Geschäftsreisende 50 Prozent der Buchungen aus, ein Viertel entfällt auf Kongressgäste, „beide Bereiche sind heuer Nullnummern. Und Urlauber fangen das nicht auf.“

Das Wetter war leider der Spielverderber am Eröffnungstag nach dem Lockdown - dabei hatten sich viele Wirte wie Gäste schon so auf das Schanigartenerlebnis gefreut. Aber keine Sorge, der Frühling dauert ja noch an - und irgendwann muss es ja schöner werden!

Christa Blümel
Christa Blümel
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