In der Landtagssitzung am Mittwoch debütierte die neue Gesundheitslandesrätin Annette Leja. Für sie gab es keine Sekunde Schonfrist: Zum Sitzungsstart wurde die ehemalige Geschäftsführerin der Privatklinik Kettenbrücke über eine Stunde vom Tiroler Landtag befragt.
Viel Rückenstärkung hatte Leja in Form von donnerndem Applaus der eigenen Partei bei jeder beantworteten Frage. Wie ein echter Profi schaffte sie es kaum, die Zeitvorgabe von vier Minuten pro Antwort einzuhalten. Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider (Fritz) übergab eine Forderung für einen höheren Lohn in der Pflege mit rund 9000 Unterschriften. Wie auch schon in einem „Krone“-Interview wollte sich die Landesrätin nicht konkret zu einer Lohnerhöhung für Pflegekräfte bekennen, sondern peilt Verbesserungen in den Bereichen Ausbildung und Gesundheit der Pflegenden an. Man müsse auch dafür Sorge tragen, dass diese im Beruf bleiben.
Sorge vor Cluster in Hotels
Die FP stellte vor allem die Corona-Tests hinsichtlich des Kosten-Nutzen-Faktors in Frage, immerhin hätten 99% der Bevölkerung kein Corona. Landesrätin Leja meinte dazu, dass derzeit das Testen auch in Hinblick auf den Tourismus noch notwendig sei. Cluster in Hotels wolle man vermeiden, ebenso wie negative, internationale Schlagzeilen.
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