19.05.2021 19:00 |

Haller Gassenspiele

Molières Klassiker: Amouröses auf offener Straße

Nach einem coronabedingten Jahr Pause wird Anfang Juli statt dem zehnten das elfte Jubiläum der beliebten Haller Gassenspiele ihre Premiere feiern. Gespielt wird im kommenden Sommer Molières „George Dandin, der betrogene Ehemann.“ Eine zeitgemäße Wiederaufnahme von 2012, mit der die Gassenspiele damals den Tiroler Volksbühnenpreis gewannen.

„Corona verhinderte vergangenes Jahr das 10. Jubiläum der Haller Gassenspiele. So feiern wir 2011 das 11. Jubiläum unseres Schauspielreigens. Was mir persönlich vom Konzept her viel besser gefällt“, erklärt der aus Hall stammende Begründer und künstlerische Leiter der Gassenspiele, Schauspieler, Musiker und Regisseur Ali Sackl. Im August vor zehn Jahren verwandelte sich die winkelige, mittelalterliche Schmiedtorgasse im Zentrum der alten Salz- und Münzstadt zum ersten Mal in eine Freilicht-Theaterbühne, der besonderen Art. Der zuvor gegründete Verein „Haller Gassenspiele“ startete mit der Komödie „Die Tschurtschental-Saga“ von Thomas Gassner in seine erste viel beachtete Spielsaison.

Im Jahr darauf stand dann ein mit viel Musik angereicherter Klassiker der Commedia dell´arte am Spielplan. Jean-Baptiste Molières „George Dandin, der betrogene Ehemann“, wurde zum Riesenerfolg im Tiroler Theaterjahr 2012 und dementsprechend mit dem Volksbühnenpreis ausgezeichnet. 2021, im elften Jahr der Gassenspiele, erlebt diese schwungvolle, zutiefst menschliche Komödie Molières eine Wiedergeburt: Hat sich doch in diesen vergangenen Jahren viel getan, was sich in witzig-kritischer Form in den Texten der aktuellen musikalischen Bearbeitung niederschlagen wird. Denn für Sackl stellt die Commedia dell'arte die Urform des Volkstheaters dar, weshalb er auch das Wagnis unvoreingenommen eingeht, den klassischen Text mit inhaltlichen zeitgemäßen Liedern abzurunden.

Wenn statt Liebe, Geld im Vordergrund steht
Der Inhalt in Kurzform: Monsieur de Sotenville ist von Adel, aber arm. Der Bauer George Dandin hingegen ist reich. Die Eheschließung zwischen ihm und Angélique, der Tochter Sotenvilles, scheint demnach allen zugutezukommen. Was aber die Tochter betrifft, so ist sie bei diesem Geschäft nicht weiter gefragt worden. Deshalb kommt es, wie es kommen muss, nämlich in Form eines jungen Mannes, der zudem auch noch adelig ist. Angélique verliebt sich und Dandin möchte diese zarten Bande jedoch vereiteln.

Dieselbe Erfolgs-Besetzung wie 2012
Die Besetzung ist in den tragenden Rollen dieselbe wie 2012. Für Regie und Musik zeichnet Ali Sackl verantwortlich und die fantasievollen Kostüme stammen aus den Händen von Berta Posch. Gespielt wird heuer nur im Freien und das am Bachlechnerplatz. Die Premiere findet am 2. Juli abends statt. Alle weiteren Aufführungstermine unter: www.gassenspiele.at

Hubert Berger
Hubert Berger
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