16.05.2021 15:53 |

Bedroht, geschlagen

Häusliche Gewalt: Mehrere Einsätze in Wien

Gleich mehrmals hat die Wiener Polizei am Samstag zu Einsätzen wegen häuslicher Gewalt ausrücken müssen. In einem Fall war ein Messer im Spiel, in einem weiteren schlug ein 23-Jähriger auf offener Straße seine drei Jahre jüngere Freundin, ein weiterer Mann drohte seiner Frau und den Kindern telefonisch. In allen drei Fällen waren Alkohol und Drogen im Spiel.

Im Bezirk Fünfhaus hatte zunächst ein 27-jähriger Rumäne mutmaßlich ein Messer gezückt und damit seine Ex-Freundin bedroht. Es kam zum Handgemenge zwischen den beiden, in das sich auch die Schwester der Frau einmischte. Der Verdächtige ergriff daraufhin die Flucht. Laut Polizei beschädigte er auch noch einen Seitenspiegel eines Pkw. Am Westbahnhof konnte der 27-Jährige gefasst und festgenommen werden.

Verdächtiger bereits polizeibekannt
Zu einem weiteren Vorfall kam es im Bezirk Meidling. Via Telefon hatte ein 35 Jahre alter Österreicher seine 31-jährige Frau sowie die gemeinsamen Kinder mit dem Umbringen bedroht. Zuvor war es außerdem in der Wohnung der Mutter der 31-Jährigen zum Ausbruch eines Brandes gekommen. Nach Angaben der Polizei laufen Ermittlungen, ob der 35-Jährige womöglich mit dem Ausbruch des Feuers im Zusammenhang steht. Der Verdächtige ist der Exekutive jedenfalls bereits bekannt - gegen ihn besteht bereits eine einstweilige Verfügung, hieß es.

Auf Straße Freundin geschlagen
Zu einem Gewaltakt auf offener Straße kam es zudem im Bezirk Favoriten. Ein 23 Jahre alter Österreich hatte seine 20-jährige Freundin geschlagen. Ein Passant beobachtete den Vorfall, griff couragiert ein und brachte die Frau in Sicherheit, alarmierte zudem die Exekutive. Wenig später konnte der mutmaßliche Täter festgenommen werden.

In allen drei Fällen wurden jeweils Annäherungs- und Betretungsverbote ausgesprochen, so die Polizei.

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Gewalt in jeglicher Form wird nicht geduldet.

Ein Sprecher der Polizei

Via Aussendung unterstrich die Exekutive, „dass Gewalt in jeglicher Form nicht geduldet wird. Die Wiener Polizei ist Ansprechpartner für jedes Opfer“, wurde betont.

Man verwies auf den Notruf 133. Auch der 24-Stunden Frauennotruf (01/71719) und der Frauenhaus-Notruf des Vereins Wiener Frauenhäuser (05/7722) sind rund um die Uhr besetzt. Das Landeskriminalamt Wien, Kriminalprävention, bietet zusätzlich Beratungen unter der Hotline 0800/216346 an.

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
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