16.05.2021 11:28 |

Defender-Revival

Ineos Grenadier: Offroad-Feinschliff am Schöckl

Der Ur-Defender ist tot, es lebe der Ineos Grenadier! In gut einem Jahr startet die Produktion des Offroaders, der dem britischen Urgestein zum Verwechseln ähnlich sieht. Für Testfahrten waren Prototypen nun in der Steiermark unterwegs, am Grazer Hausberg Schöckl. Dort befindet sich seit mehr als 60 Jahren die Teststrecke von Konstruktionspartner Magna Steyr.

In der zweiten Testphase sollen mehr als 130 Prototypen des Grenadier an die zwei Millionen Kilometer in den schwierigsten Gegenden der Welt zurücklegen, von der Kälte Skandinaviens bis ins amerikanische Tal des Todes und die Sanddünen des Nahen Ostens. Magna Steyrs Testgelände hat schon den Puch Pinzgauer geformt, aber natürlich auch die Mercedes-G-Klasse bzw. den Puch G.

Die Entwicklung des Grenadier (der Name stammt von Ratcliffes Lieblings-Pub) startete Jim Ratcliffe, Chef des Chemieriesen Ineos und reichster Mann Großbritanniens, als der Land Rover Defender in seiner Ur-Form eingestellt wurde.

Von altem Schrot und Korn
Während der britische Defender mittlerweile ein sehr komfortables SUV geworden ist - allerdings noch immer mit herausragenden Geländeeigenschaften - übernimmt der Ineos Grenadier mehr oder weniger das alte Konzept, wenn man so will: Leiterrahmen, Starrachsen und Allrad mit allerlei Sperren sowie reichlich Bodenfreiheit. Die Motoren wird BMW beisteuern, Benziner und Diesel, die Achtgangautomatik kommt von ZF.

Das Design entspricht im Wesentlichen dem alten Defender, in Details gibt es aber kleine, feine Unterschiede. So ist die Heckklappe asymmetrisch zweigeteilt, das Reserverad ist am größeren Flügel angebracht. Und statt der schmalen Dachfenster an der seitlichen Dachkante sind Relings eingelassen, an denen Ladung am Dach verzurrt werden kann.

Entwicklung von Magna Steyr
Magna Steyr entwickelt den Grenadier zur Serienreife, gebaut werden wird er im ehemaligen Smart-Werk im elsässischen Hambach, das Ratcliffe von Daimler gekauft hat. Die Produktion soll im Juli nächsten Jahres beginnen. Ursprünglich sollte die Fertigung in Hambach bereits Ende 2021 anlaufen. Doch in Folge von Corona und den Lockdowns sowie deren Auswirkungen auf den Zuliefermarkt musste der Zeitplan angepasst werden.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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