13.05.2021 11:45 |

Vom Zoll gestellt

Mann wollte mit 97.510€ in bar nach Kairo fliegen

Mit fast 100.000 Euro in bar wollte ein Unternehmer am 7. Mai von Wien nach Kairo reisen. Der Mann flog jedoch am Flughafen Wien im Rahmen einer Zollkontrolle auf. Hinsichtlich der Mitnahme von Bargeld befragt, gab der Mann 3000 Euro an. Die Kontrolle seines Gepäcks ergab jedoch, dass er in vier Umschlägen insgesamt 97.510 Euro mit sich führte. Außerdem stellte sich heraus, dass er in Österreich hohe Steuerschulden hat.

Das Geld wäre teils privates Vermögen, teils Erlöse seiner drei Firmen, wie der in der Transport- und Immobilienbranche Tätige sagte. Er wolle damit Waren für eben diese Firmen ankaufen, so das Finanzministerium am Donnerstag. Die Ermittlungen der Zöllner ergaben, dass das Steuerkonto der Transportfirma einen Saldo von rund 100.000 Euro auswies.

90.900 Euro sofort gepfändet
Auch den Finanzbeamten in Graz ist der Mann bekannt - er machte regelmäßig den Vorsteuerabzug geltend. Überdies arbeitete er oftmals mit Bauunternehmen zusammen, die ebenfalls auffallend hohe Steuerrückstände aufwiesen. 90.900 Euro des mitgeführten Bargelds wurden noch an Ort und Stelle gepfändet.

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Die Bekämpfung illegaler Geldbewegungen dient insbesondere dem Kampf gegen Geldwäsche und gegen die Finanzierung von Terrorismus.

Gernot Blümel

Ab 10.000 Euro besteht Anmeldepflicht
Für Reisende mit 10.000 Euro oder mehr an Barmitteln besteht Anmeldepflicht beim Zoll, sobald die Grenzen in die EU bzw. aus der EU überschritten werden. „Die Bekämpfung illegaler Geldbewegungen dient insbesondere dem Kampf gegen Geldwäsche und gegen die Finanzierung von Terrorismus“, so Ressortchef Gernot Blümel. Ebenso gelte es, die Gleichmäßigkeit der Besteuerung in Österreich sicherzustellen.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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