21.04.2021 21:00 |

Köstinger zu Lockdown:

„Zeit gelassen, um sicher öffnen zu können“

Der Mai wird uns wieder ein bisschen mehr Lebensqualität bieten können. Das ist zumindest der aktuelle Fahrplan. In wenigen Wochen soll das Land um einige Öffnungsschritte reicher sein. In #Brennpunkt diskutiert Moderatorin Katia Wagner mit ihren Gästen Elisabeth Köstinger (Tourismus- und Nachhaltigkeitsministerin) und Arschang Valipour (Leiter Covid-Station, Klinik Favoriten) über die bevorstehenden Wochen, Impffortschritte in Österreich, den „Grünen Pass“ sowie den neuen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Außerdem ist Mario Pulker (WKO Spartenobmann Gastronomie) per Videotelefonie zugeschaltet.

Speziell die kürzlich zurückliegenden Monate zehren an uns allen. Immer wieder gibt es geplante Öffnungsschritte, die zunichtegemacht werden. Stattdessen gibt es fast österreichweit immer wieder Ernüchterung, denn die Lockdowns gehen so gut wie immer in eine Verlängerung. Mit einer Million Impfdosen von Biontech/Pfizer sieht man jedoch „Licht am Ende des Tunnels“ - ein viel zitierter Satz, der endlich wahr werden soll.

Impf-Turbo für Österreich, verbesserte Spitals-Zahlen
Erst vor wenigen Tagen sind Österreich im zweiten Quartal eine Million Impfdosen zugesichert worden. Damit kann man die Durchimpfungsrate in den nächsten Wochen vorantreiben. Auch Tourismusministerin Elisabeth Köstinger stellt stolz fest: „Wir sind mittlerweile beim Impfen die Nummer vier innerhalb der EU.“ Trotz anfänglicher Schwierigkeiten möchte man jetzt richtig durchstarten. Auch die Situation in Österreichs Spitälern bessert sich, wenngleich in kleinen Schritten. „In der Klinik Floridsdorf werden 20-25 Menschen intensivmedizinisch betreut - die Zahlen gehen langsam aber doch zurück“, erklärt Intensivmediziner Arschang Valipour.

Freiheit durch Grünen Pass“, Gastro hofft auf letzten Lockdown
Der „Grüne Pass“ soll in Zukunft dazu dienen, dass man sich wieder frei bewegen kann und seinen „Corona-Status“ darin versieht. Ministerin Köstinger ist von der App jetzt schon begeistert, sie hofft auf „mehr Freiheit“ und ist überzeugt, dass man Ende Juli auf europäischer Ebene damit arbeiten kann. Zur persönlichen Freiheit zählt freilich auch ein Besuch im Wirtshaus. Der WKO-Spartenobmann für Gastronomie, Mario Pulker, weiß, wie es den Gastronomen aktuell geht. Die Lage spitzt sich für viele Betreiber langsam aber sicher zu. „Ein nochmaliger Lockdown wäre betriebswirtschaftlich mehr als nur gefährdend“, so Pulker.

Urlaub in Österreich - oder doch im Ausland?
Eine Reise ins Ausland soll in absehbarer Zeit auch wieder problemlos möglich sein, aber Elisabeth Köstinger „setzt ganz klar auf Urlaub in Österreich.“ Auch Pneumologe Arschang Valipour zeigt sich zurückhaltend: „Alle warten zu, ob geöffnet wird.“ Trotzdem gibt der Mediziner einen positiven Ausblick in Richtung Herbst, denn die Durchimpfungsrate sollte hier entlastend wirken. Die Frage ob der, hoffentlich, Mitte Mai endende Lockdown in Wien und Niederösterreich irgendwann eine Fortsetzung findet, kann Köstinger nicht hundertprozentig beantworten. „Wir haben uns Zeit gelassen, um sicher öffnen zu können“, argumentiert Köstinger, die weiterhin an einer konsequenten Teststrategie festhalten möchte. 

Mücksteins erster Eindruck, Druck in der Regierung
Wolfgang Mückstein ist seit Montag der neue Gesundheitsminister der Republik Österreich. Ein Mann aus der Praxis, der allerdings keinerlei Erfahrung aus der Politik mitbringt. Auch Köstinger ist der Meinung, dass es eine Zeit der Eingewöhnung benötigt, räumt ihm aber gute Chancen in seiner neuen Rolle ein. Arschang Valipour hätte als Intensivmediziner wohl gute Voraussetzungen für das Ministeramt, würde allerdings nicht einspringen: „Ich bin mit Leib und Seele Arzt.“ 

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