Spende für Stiftung

Digitales Kunstwerk von Snowden bringt Millionen

Web
17.04.2021 11:20

US-Whistleblower Edward Snowden hat mit der Versteigerung eines digitalen Kunstwerks eine Millionenspende für seine Journalistenstiftung erzielt. Ein Porträt des 37-Jährigen, das sich zwischen den Seiten eines amerikanischen Gerichtsdokuments abzeichnet, wurde für umgerechnet 5,5 Millionen Dollar (rund 4,6 Millionen Euro) in der Digitalwährung Ethereum gekauft.

Der ehemalige Geheimdienstler Snowden hatte 2013 das Ausmaß der Internetüberwachung durch den amerikanischen Abhördienst NSA enthüllt. Auf der Flucht strandete er mit annulliertem US-Pass auf einem Flughafen in Moskau und beantragte Asyl in Russland, wo er seitdem lebt.

Das für Snowdens Porträt genutzte Justizdokument bezieht sich auf eine Gerichtsentscheidung, die die Sammlung von Telefondaten durch die NSA im eigenen Land für widerrechtlich erklärte. Snowden verkaufte das Werk als sogenanntes NFT (non-fungible token) - ein virtuelles Gut, das einmalig und nicht austauschbar ist. Das System basiert wie Kryptowährungen auf der Blockchain-Technologie. Im Gegensatz zu Kryptowährungen ist ein Non-Fungible Token aber einzigartig und gewissermaßen ein virtuelles Sammlerstück, das anhand eines Zertifikats verkauft oder getauscht werden kann.

Um NFTs ist zuletzt ein wahrer Hype ausgebrochen. Laut der Website NonFungible.com wurden allein 2021 auf dem NFT-Markt Werke im Wert von zwei Milliarden US-Dollar gehandelt. Die Technologie war zuletzt bei der Versteigerung der Werke des Künstlers Beeple im Auktionshaus Christie‘s vor rund einem Monat in den Fokus geraten. Das Auktionshaus versteigerte Beeples digitale Collage „Everydays: The First 5000 Days“ für einen Rekordpreis von 69,3 Millionen Dollar.

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