St. Jakob, auf 1.388 Meter Seehöhe gelegen, war 2010 mit einem Jahresmittel von plus 3,0 Grad der kälteste bewohnte Ort Österreichs. Das mag auch daher kommen, dass dort drei Monate lang keine Sonne scheint! "Wir Einheimischen sind die Kälte längst gewöhnt", sagte Carina Erlsbacher vom örtlichen Tourismusbüro am Montag im "Krone"-Gespräch: "Einheimische sieht man bei diesen Temperaturen nur wenig auf der Straße, Gäste auch nur vereinzelt. Sie nehmen es gelassen."
Stört es die Osttiroler, dass St. Jakob in den Medien immer häufiger als Sibirien Österreichs bezeichnet wird? Erlsbacher: "Viele sehen es als Werbung, weil wir genannt werden. Andere glauben, dass Gäste nicht kommen, weil es ihnen hier zu kalt sei. Ich persönlich freue mich über jede Namensnennung, die Gäste nehmen es gelassen." Der Höchstwert war am Montag übrigens: Minus 12,8 Grad.
Die Tiroler "Hitparade" der kältesten Orte von Montag hat Thomas Leitner von der Wetterwarte Innsbruck für die "Krone" erhoben: St. Leonhard im Pitztal (-19,2°), Galtür (-18,4°), Schmirn (-17,9°), Seefeld (-17,6°), Ehrwald (-17,0°), Obergurgl (-16,7°), Tannheim (-16,5°), Holzgau (-15,4°) und Sillian (-15,0°). Am Dienstag ist es nochmals kalt, am Mittwoch gibt es in Föhnstrichen bis +10 Grad!
von Günther Krauthackl, Tiroler Krone
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