Mit zwei WM-Titeln, ihrem ersten Weltcupsieg und dem Gewinn des Slalom-Weltcups schrieb Katharina Liensberger Vorarlberger Sportgeschichte - und ließ Shiffrin und Vlhova mehrere Sekunden hinter sich... Die beeindruckendsten Zahlen ihres unglaublichen Slalom-Winters im Überblick.
Eines ist klar: Katharina Liensberger hat mit ihren großartigen Erfolgen der abgelaufenen Saison einige Kapitel der Vorarlberger Sportgeschichte neugeschrieben.
Ihre WM-„Goldenen“ im Slalom und Parallelbewerb waren die ersten WM-Titel für eine Ländle-Lady seit 59 Jahren. Zuletzt hatte Marianne Jahn (Zürs) 1962 in Chamonix Torlauf und Riesenslalom gewonnen.
Mit ihrem ersten Weltcupsieg am 13. März beim Slalom in Åre (Schweden) beendete die 23-Jährige außerdem eine 12.157-tägige Durststrecke. Seit Anita Wachters Sieg in Courmayeur am 30. November 1987 hatte das Ländle auf einen Torlauf-Weltcuperfolg bei den Ski-Damen warten müssen.
Am Samstag beendete die Göfnerin mit dem Gewinn des Slalom-Weltcups zudem die 27 Jahre dauernde „kugellose“ Zeit der VSV-Skiladies. Zuletzt hatte sich Anita Wachter 1994 die kleine Kristallkugel für den Sieg im Riesentorlauf-Weltcup holen können.
Sieben Laufbestzeiten
Grandiose Erfolge, die bei genauerer Betrachtung noch beeindruckender werden:
In den insgesamt zehn Saison-Slaloms (Weltcup und WM) landete die Rossignol-Pilotin nur in Jasna als Vierte nicht am Podest. Neben drei Siegen hat Kathi vier zweite und zwei dritte Plätze zu Buche stehen.
Insgesamt gelangen Liensberger in den 20 Slalom-Durchgängen des Winters sieben Laufbestzeiten. Nur im ersten Heat des zweiten Levi-Slaloms landete sie als Sechste keine Top-4-Zeit.
In der Addition aller Slaloms war Kathi 17:57,89 Minuten auf der Piste unterwegs - und distanzierte damit Mika Shiffrin (USA) um 3,49 und Petra Vlhova gar um unfassbare 6,14 Sekunden.
Dank ihrer sensationellen Erfolge wurde die junge Vorarlbergerin auch zur Slalom-Preisgeld-Königin: Exakt 255.805,52 Schweizer Franken gab es für ihre Torlauf-Leistungen im Weltcup und bei der WM in Cortina.
Und noch eines ist klar: Liensberger ist mit ihren 23 Jahren erst am Anfang ihrer Karriere und wird - bleibt sie gesund - noch einige Kapitel Vorarlberger Sportgeschichte schreiben.
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