Demnächst startet die steirische Caritas ihre 70. Haussammlung. Die Helfer werden dort auf viele vereinsamte Menschen treffen. Denn laut Solidaritätsbarometer - einer Umfrage unter 1009 Steirern - leidet ein Viertel aller Steirer unter Einsamkeit. Bei sechs Prozent der Befragten führt das sogar zu Krankheiten.
„Die Solidarität ist weiterhin sehr hoch im Land“, weiß Soziologe Florian Brugger zu berichten. Mindestens einmal haben die Steirer im Jahr 2019 ihr Geldbörsel geöffnet und für den guten Zweck gespendet. Ein konstanter Faktor, dem auch die Coronakrise nichts anhaben konnte.
Einsamkeit sehr groß
Beim „Solidaritätsbarometer“ - einer telefonischen Umfrage unter 1009 Steirern - hat sich aber auch Trauriges ergeben. Ein Viertel aller Steirer fühlt sich nämlich einsam, sechs Prozent sogar so sehr, dass es sie im wahrsten Sinne des Wortes krank macht. Die Pandemie habe das weiter verstärkt. Und: „Einsamkeit kann jeden treffen. Auch Menschen, die viele soziale Kontakte pflegen. können daran leiden, da die Kontakte oberflächlicher Natur sind“, erklärt der Soziologe.
Doch warum sind die Menschen einsam? Brugger: „Viele tun sich schwer, Freunde zu finden und schämen sich deswegen. Dagegen können wir gemeinsam etwas tun.“
Übrigens: Demnächst startet die 70. Haussammlung der Caritas. 3500 Helfer werden für den guten Zweck sammeln und ein Auge auf Einsame werfen.
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