In Tirol sind bis dato 117.000 Erst- und 25.000 Zweitimpfungen durchgeführt worden. Der Fokus der Impfungen liege derzeit bei der Generation „65 plus“ und Risikogruppen. Rund 60.000 der über 65-Jährigen seien bereits geimpft, das entspreche mehr als 40 Prozent. „Tirol belegt damit österreichweit den zweiten Platz“, erklärte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Freitag. Die Erstimpfungen der über 80-Jährigen seien indes fast abgeschlossen.
In 15 Gemeinden, die an den Bezirk Schwaz angrenzen, wurden die über 65-Jährigen bereits geimpft. In den fünf Gemeinden, die aktuell mit einer Ausreisetestpflicht belegt sind (Arzl im Pitztal, Roppen, Haiming, Virgen und Matrei in Osttirol), stünde eine Impfung dieser Altergruppe unmittelbar bevor, informierte Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP). Auch in den weiteren Teilen Tirols seien die Impfungen der über 65-Jährigen bereits gestartet bzw. starten spätestens mit Beginn der kommenden Woche.
Infektionszahlen in Altenheimen im Sinkflug
Die Erstimpfungen der über 80-Jährigen seien de facto abgeschlossen - in 277 der 279 Gemeinden erhielten diese zumindest die erste Teilimpfung. In den Altenwohn- und Pflegeheimen stünden die Zweitimpfungen kurz vor dem Abschluss. Dass die Impfungen ihre Wirkungen zeigen, zeige der deutliche Rückgang der Infektionszahlen. Seit Beginn der Impfungen seien diese bei den Bewohnern um rund 96 Prozent und bei den Mitarbeitern um rund 93 Prozent zurückgegangen, hieß es.
„Aufgrund der Tatsache, dass die Durchimpfungsrate der älteren Bevölkerung - vor allem auch in den Alten- und Pflegeheimen - bereits sehr weit fortgeschritten ist, kann Tirol nun die strengeren Vorgaben für die Alten- und Pflegeheime wieder zurücknehmen und in das Bundesregime übergehen“, sagte Platter. Die Landesverordnung sah unter anderem eine Verkürzung des Testintervalls bei Mitarbeitern von drei auf zwei Tage sowie eine strengere FFP2-Maskenpflicht für Mitarbeiter und engmaschigere Tests für die Bewohner vor.
Fast 240.000 Anmeldungen
Gesundheitslandesrat Tilg rief indes alle über 65-Jährigen oder Personen, die zu einer Risikogruppe zählen, die sich noch nicht vormerken ließen, aber sich impfen lassen wollen, dazu auf, sich schnellstmöglich unter www.tirolimpft.at anzumelden. Insgesamt ließen sich tirolweit bis dato rund 210.000 Personen für eine Impfung vormerken. Gemeinsam mit der Bedarfserhebung der Tiroler Gemeinden bei Personen über 80 Jahren - insgesamt rund 28.350 - sind es damit rund 238.350 Personen, die sich für eine Impfung vorgemerkt haben.
Quelle: APA
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